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Lars Torben Franz ist der unverzichtbare Ersatz

Wenn die Kissinger Wölfe am Wochenende zweimal auf die Gladiators Erding treffen, wird Lars Torben Franz wohl wieder Statist sein.
Aber seiner Rolle gewinnt der Backup-Goalie sehr viel Positives ab.

TSV Erding Gladiators - EC Bad Kissinger Wölfe (Freitag 08.02.2019, 20:00 Uhr)
EC Bad Kissinger Wölfe - TSV Erding Gladiators (Sonntag 10.02.2019, 18:00 Uhr)

Selten im Fokus, aber dennoch enorm wichtig: Backup-Goalie Lars Torben Franz. Foto:Hopf

Was geht noch für die Kissinger Wölfe (5./12) in dieser Verzahnungsrunde? Nun gut, selbst die allergrößten Optimisten sollten nach den Niederlagen vom vergangenen Wochenende gegen Königsbrunn und in Miesbach den Traum von einem Durchmarsch in die Oberliga ausgeträumt haben. Aber ein Ziel ist realisierbar, weil die vier besten Bayernligisten nach der Runde noch den Meister ausspielen. Es wäre ein weiterer Titel nach dem Gewinn der Landesliga-Meisterschaft, auf den sich die Unterfranken wahrlich einiges einbilden dürften.

Dass Qualität in der Mannschaft steckt, haben die Saalestädter hinreichend nachgewiesen. Aber der Kräfteverschleiß ist nicht zu leugnen im kleinen Kader, der mindestens noch zehn Spiele durchhalten muss. Und der es am Wochenende gleich zweimal mit den Erding Gladiators (7./9) zu tun bekommt - erst auswärts (Freitag, 20 Uhr), dann im Wolfsbau (Sonntag, 18 Uhr). Ein Kontrahent im Aufwind, der in der Vorwoche erst beim starken EHC Klostersee gewann (2:1), dann auf eigenem Eis nachlegte mit dem 6:3-Erfolg über den TSV Peißenberg. Zuvor hatten die Altbayern gerade einmal ein Spiel der Aufstiegsrunde für sich entscheiden können, gewannen allerdings beide Vergleiche gegen Bad Kissingen in der Vorrunde.

Bester Scorer der Gladiators ist in der Verzahnungsrunde Florian Zimmermann, der mit acht Toren und drei Assists exakt die selbe Statistik wie Kissingens Anton Zimmer aufweist. In der Vorrunde hatte der 25-Jährige stolze 48 Punkte (20/28) gesammelt. Weitere Tore verhindern will Wölfe-Goalie Benni Dirksen, der in dieser Saison bis auf wenige Ausnahmen durchspielte, nur ein einziges Mal nicht zwischen den Pfosten stand.

Heißt im Umkehrschluss, dass sich Lars-Torben Franz einmal mehr mit einer Statistenrolle begnügen muss. "Trotzdem kann es ja sein, dass etwas passiert und ich dann sofort ins Tor muss, deswegen muss ich im Training immer hundert Prozent geben. Entscheidend ist, dass das Team Erfolg hat", sagt der 22-Jährige, der noch keine drei Jahre alt war, als er zum ersten Mal auf dem Eis stand und als Fünfjähriger zum Goalie im Bad Kissinger Nachwuchs wurde. "Über meine Eltern und meinen Bruder, der ja aktuell in Lauterbach spielt, bin ich zum Eishockey gekommen. Vor allem meine Mutter hat das unterstützt, weil die früher selbst Eishockey in ihrem damaligen Wohnort Rosenheim spielen wollte, aber von ihren Eltern aus das nie durfte."

Immerhin ein Punktspiel durfte Lars Torben Franz in dieser Saison über die vollen 60 Minuten machen: gegen den EV Füssen im letzten Spiel der Vorrunde. Trotz der 3:6-Niederlage gegen den Altmeister erinnert sich der 22-Jährige gerne an dieses Match. "Am Anfang war ich schon nervös, aber dann habe ich es genießen können. Meine Mitspieler haben mich super unterstützt, trotzdem hatte ich es mir einfacher vorgestellt. Das war schon ein enorm hohes Tempo, und ein paar Schüsse mehr hätte ich auch halten können."

Von der Spielerbank aus beobachtet der Westheimer die Spiele fokussiert. "Ich achte meistens auf Benni und die gegnerischen Stürmer, um ein Gefühl für mögliche Situationen zu entwickeln."

Den ungleichen Konkurrenzkampf sieht Lars Torben Franz absolut positiv. "Von Benni kann ich viel lernen und nehme seine Ratschläge gerne an. Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und hat immer den Überblick", sagt Franz, der nach der vorübergehenden Schließung der Kissinger Eishalle für mehrere Jahre für Schweinfurter und Haßfurter Teams auflief, ehe es ihn wieder zum Heimatverein zurückzog.

Auch beruflich ist der junge Mann mit der Nummer 82 ("Das war meine Rückennummer, als ich mit meinem Bruder in Würzburg Lacrosse gespielt habe") bodenständig, absolviert bei einer Firma in Fuchsstadt eine Ausbildung zum Maler und Lackierer, wird von seinem Arbeitgeber immer wieder unterstützt, um sein Hobby ausüben zu können.

Ein Engagement, dass auch sein Trainer sehr schätzt: "Lars ist wichtig für uns als zweiter Mann hinter Benni. Obwohl er nicht so oft spielt, ist er sehr trainingsfleißig und will sich stets verbessern", sagt Mikhail Nemirovsky. Und schiebt diesbezüglich gleich ein paar Tipps hinterher. "Vielleicht muss er noch mehr Videostudium betreiben. Es ist die Summe der Kleinigkeiten, an denen man arbeiten muss, um sich stetig zu verbessern. Wichtig ist, dass er seinen eigenen Stil findet. Es ist schade, dass wir im Training eigentlich keine Zeit für ein individuelles Training haben", sagt der 44-Jährige.

Von den Qualitäten seines Coaches ist Lars Torben Franz überzeugt: "Gegen Nemo hätte ich gerne mal gespielt, weil er ein begnadeter Spieler und fitter ist als mancher 20-Jähriger."
 
Quelle: InFranken.de Jürgen Schmitt

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Saison: 2019/2020

1. Mannschaft Saison 2019/2020

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30  Benni Dirksen (DEU)
(T) # 82  Lars Torben Franz (DEU)
(T) # tbd Lukas Haack (DEU)

(V) # 19  Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79  Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21  Jona Schneider (DEU)
(V) # 28  Tilmann Pfister (DEU)
(V) # 88 Pascal Heps (DEU)
(V) #  3
(V) # 29
(V) # 10
 
(S) # 78  Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 81  Jakub Revaj (DEU)
(S) # 23  Semjon Bär (DEU)
(S) # 97  Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 09  Jamie Akers (DEU)
(S) # 75  Martin Schuler (DEU)
(S) #  8   Roman Nikitin
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 17
(S) # 13
(S) # 26
(S) # 71
(S) #  7
(S) # 27
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Aufstiegrunde Oberliga SÜD 2018/2019

PTeamPtk
1 SC Riessersee 46
2 EV Füssen 36
3 HC Landsberg 35
4 TEV Miesbach 33
5 EHC Klostersee 28
6 EC Kissinger Wölfe 25
7 EHC Königsbrunn 19
8 TSV Erding 18
9 EHC Waldkraiburg 18
10 TSV Peißenberg 12

Bayernliga 2018/19

PTeamPtk
1 EV Füssen 55
2 HC Landsberg 51
3 TSV Erding 51
4 EC Kissinger Wölfe 45
5 TEV Miesbach 44
6 EHC Königsbrunn 44
7 TSV Peißenberg 43
8 EHC Klostersee 43
9 EHF Passau 36
10 ESC Geretsried 33
11 EA Schongau 30
12 ERV Schweinfurt 29
13 ESC Dorfen 28
14 EV Pegnitz 14
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