HomeHomeSpielberichteSpielberichteDie Kissinger Wölfe schlagen den Altmeister

Kevin Marquardt und der gute Kissinger Weg

Nach dem Gastspiel am Freitag in Landsberg kommen am Sonntag (18 Uhr) die Mammuts in den Wolfsbau. Ein Extralob für die Fans.

Spielt sich immer mehr in den Vordergrund: Wölfe-Stürmer Kevin Marquardt. Foto: Hopf

Spiel verloren, aber Respekt gewonnen. Schon bemerkenswert, welche Zeilen da aus Füssen kamen. Dort, wo die Kissinger Wölfe (2./26) am Sonntag ihr Spiel beim Tabellenführer mit 4:7 verloren hatten. Ein Kompliment gab's dennoch, und zwar von einem Fan, der sich in seiner Botschaft wie folgt äußerte. "Schon vor dem Spiel Schlachtgesänge, während des Spiels immer Anfeuerungen und nach dem Spiel Applaus für beide Mannschaften, sowas sieht man nicht mehr oft in den Stadien. Dass beide Fanlager dann noch in der Füssener Fankurve zusammen gefeiert haben, zeugt von wahrem Sportsgeist", so der Schreiber, der besonders den Trommler und Trompetenspieler mit Lob bedachte. "Ihr könnt stolz auf solche Fans sein. Hier könnte sich mancher sogenannte Fußballfan eine Scheibe abschneiden. Ich wünsche euch eine erfolgreiche Saison und freue mich schon auf das Spiel in Bad Kissingen."

Doch auch die Mannschaft selbst hat sich ein "Chapeau" verdient, schließlich belegt der Aufsteiger nach dem Ende der Vorrunde einen überragenden zweiten Platz. Kein Grund freilich für den Trainer, um von seiner Philosophie abzuweichen. "Wir müssen auf dem Boden bleiben. Ein Platz unter den ersten Acht ist das Ziel. Jedes Spiel, jedes Drittel geht für uns bei Null los. Natürlich will man immer gewinnen. Wichtig ist aber, dass alle gesund bleiben und wir uns als Mannschaft und Verein weiter entwickeln", sagt Mikhail Nemirovsky vor den Spielen am Freitag (20 Uhr) beim HC Landsberg (4./22) und am Sonntag (18 Uhr) in heimischer Halle gegen den EA Schongau (13./11). Gegen die hoch gehandelten River Kings hatten die Kissinger Wölfe zur Saisonpremiere einen unerwarteten 5:2-Erfolg gefeiert, aber bei den deutlich weniger prominent besetzten Mammuts aus Schongau mit 4:5 verloren in einem aufgrund von Nebelbildung am Rande des Abbruch stehenden Spiels.

"Ich finde, dass die Saison für uns richtig gut läuft. Gerade am Anfang ist es wichtig, viele Punkte zu sammeln, und das haben wir geschafft. Schade, dass in Füssen kein Erfolgserlebnis heraussprang, da war mehr möglich", sagt Kevin Marquardt, aus dem gleichermaßen Realitätssinn und Ehrgeiz spricht. Eine Melange, die seinem Trainer gefällt. "Kevin bekommt Woche für Woche mehr Selbstvertrauen. Das ist ein super Typ mit einem starken Charakter. Keiner, der rumweint, wenn es mal nicht läuft", sagt Nemirovsky über den 21-Jährigen, der in Würzburg lebt, dort Lehramt für Gymnasium mit Schwerpunkt Englisch studiert. Was sicher auch damit zu tun hat, dass Kevin Marquardt, der im Kindesalter auch mal in Sulzthal wohnte und Fußball spielte, in Kanada geboren wurde und bis zu seinem fünften Lebensjahr in einem Vorort von Vancouver lebte.

"Meine Eltern kommen eigentlich aus Bad Brückenau. Beruflich war mein Vater aber einige Jahre in Kanada, ehe wir wieder zurück nach Deutschland gezogen sind", erklärt Marquardt, der noch im Vorschulalter beim damaligen SC Bad Kissingen nach einem Probetraining unter Elmar Heurung das Eishockeyspielen begann, in Schweinfurt fortsetzte bis zum elften Lebensjahr und danach schon im Juniorenbereich eine erstaunliche Karriere hinlegte. Mit Stationen in Erfurt, Köln und Regensburg. "Gelebt habe ich damals im Sportinternat oder in einer Gastfamilie, ehe ich mit 17 Jahren wieder zurück zu den Mighty Dogs bin. Das haben mir meine Eltern ermöglicht, denen ich dafür sehr dankbar bin. Das alles hat sicher dazu beigetragen, dass ich ein selbstständiger Mensch bin", sagt Marquardt, der sich zumindest für eine gewisse Zeit eine Rückkehr nach Kanada vorstellen könnte. "Ein Auslandssemester wäre cool. Und mit einer Kindergarten-Freundin stehe ich noch in Kontakt." Ein Saison-Highlight war für den Stürmer sicher der Derbysieg über Schweinfurt, ohne jede Häme freilich gegenüber dem Ex-Verein. "Danach war ich noch bei meinen früheren Kollegen in der Kabine. Das war eine lockere Stimmung. Mit einigen Jungs stehe ich ja auch noch in regelmäßigem Kontakt", sagt Marquardt, der seinen Schuss als Stärke, in den Zweikämpfen aber noch Luft nach oben sieht, "weil ich den Puck besser abschirmen muss". Eine gewisse Demut, die Mikhail Nemirovsky in seinem Urteil bestätigt: "Ich hoffe, er bleibt uns noch für viele Jahre erhalten. Mit solch besonderen Jungs lässt sich etwas aufbauen." Die regelmäßige Belastung mit zwei Spielen am Wochenende sieht der 21-Jährige gelassen. "Ich bin schon lange genug dabei, um das wegzustecken, an diesen Rhythmus gewöhnt man sich mit der Zeit. Den Samstag muss man halt zur Regenaration nutzen, dann geht das schon", sagt Marquardt, der den Schläger rechts spielt, was normalerweise nur Linkshänder machen, "weil ich in meinen Anfängen in Bad Kissingen einen eigentlich falschen Schläger in die Hand gedrückt bekam und dann dabei geblieben bin."

Nur eine Sache stört aktuell die Stimmung im Team: Der mögliche Wechsel von Verteidiger Tim Dreschmann nach Braunlage, der beim Oberligisten "Harzer Falken" schon als Neuzugang gemeldet wird. Eine Stellungnahme hierzu folgt seitens der Vereinsführung im Rahmen der Pressekonferenz am Sonntag beim Heimspiel.

(Quelle: Infranken.de Jürgen Schmitt)

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Saison: 2018/2019

1. Mannschaft Saison 2018/2019

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30 Benny Dirksen (DEU)
(T) # 82 Lars Torben Franz (DEU)

(V) # 19 Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79 Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21 Jona Schneider (DEU)
(V) #  3 Kristers Freibergs (LVA)
(V) # 29 Domantas Cypas (LTU)

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 13 Eugen Nold (DEU)
(S) # 26 Christian Masel (DEU)
(S) # 17 Anton Seewald (DEU)
(S) # 81 Jakub Revaj (DEU)
(S) # 75 Martin Schuler (DEU)
(S) # 91 Semjon Bär (DEU)
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 97 Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 93 Adrian Persch (DEU)
(S) # 94 Jörg "Igor" Filobok (DEU)
(S) # 89 Maxim Kryvorutskyy (DEU)

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Aufstiegrunde Oberliga SÜD 2018/2019

PTeamPtk
1 SC Riessersee 30
2 TEV Miesbach 21
3 EHC Klostersee 19
4 EV Füssen 18
5 EC Kissinger Wölfe 18
6 HC Landsberg 16
7 EHC Waldkraiburg 15
8 TSV Erding 12
9 EHC Königsbrunn 10
10 TSV Peißenberg 6

Bayernliga 2018/19

PTeamPtk
1 EV Füssen 55
2 HC Landsberg 51
3 TSV Erding 51
4 EC Kissinger Wölfe 45
5 TEV Miesbach 44
6 EHC Königsbrunn 44
7 TSV Peißenberg 43
8 EHC Klostersee 43
9 EHF Passau 36
10 ESC Geretsried 33
11 EA Schongau 30
12 ERV Schweinfurt 29
13 ESC Dorfen 28
14 EV Pegnitz 14
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