HomeHomeSpielberichteSpielberichteVorbereitungsrunde zur Bayernliga - Bad Kissingen - Hassfurt

Vorberichte

Igor Filobok: Jeder Einsatz eine Bereicherung

Gegen Waldkraiburg und in Landsberg müssen die Kissinger Wölfe wohl wieder auf den 31-Jährigen verzichten.

EC Bad Kissinger Wölfe - EHC Waldkraiburg Freitag 15.02.2019, 20:00 Uhr)

Jeder Einsatz zählt: Igor Filobok von den Kissinger Wölfen. Foto:Hopf

Was war das für ein genialer Auftakt in die Aufstiegsrunde: erst die Riverkings aus Landsberg geschlagen (6:3), dann sogar beim Oberligisten Waldkraiburg reüssiert (3:2). Acht Spiele später ist so etwas wie Alltag eingekehrt bei den Kissinger Wölfen (5./15) angesichts der fünf Siege und fünf Niederlagen, die Tabellenplatz 5 bedeuten. Ein wertvoller Rang freilich, weil diese Platzierung aller Voraussicht nach zwar nicht den Aufstieg, aber die Teilnahme an den Playoff-Spielen um die Bayernliga-Meisterschaft bedeuten würde.

Jeder weitere Zähler hilft also, weshalb es kein Nachlassen geben wird an diesem Wochenende. Auch jeder weitere Spieler hilft, aber bezüglich der Ausfallliste gibt es keine neuen Wasserstandsmeldungen vor dem Heimspiel am Freitag (20 Uhr) gegen Waldkraiburg (7./15) und dem Auftritt am Sonntag (17 Uhr) in Landsberg, wo bei ausreichender Anmeldung sogar ein Fanbus geplant ist.

Winter-Neuzugang Igor Filobok ist zwar nicht verletzt, wird wohl aber erneut passen müssen. Schade für das Team, das einen abgezockten und physisch starken Stürmer allemal gebrauchen kann. Doch die Zeitfenster des 31-Jährigen sind in diesen Tagen extrem klein. Filobok lebt nämlich in Heilbronn, ist selbstständig in der Autobranche - und erwartet mit seiner Ehefrau das zweite Kind. "Da wird es am Wochenende immer sehr eng. Was auch schade ist, weil ich von der Mannschaft super aufgenommen wurde. Und die Jungs machen das wirklich gut. Das Niveau in der Bayernliga ist jedenfalls besser als ich gedacht hätte", sagt Filobok, der bis zu seiner Auszeit vier Spielzeiten für die Eisbären Heilbronn in der Regionalliga Südwest spielte. Und der eine gemeinsame Zeit mit Wölfe-Spielertrainer Mikhail Nemirovsky bei den Heilbronner Falken und bei den Mighty Dogs hatte.

"In Schweinfurt habe ich damals auch meine Ausbildung zum Automobilkaufmann gemacht", erzählt der gebürtige Kasache, der schon im Kindesalter nach Baden-Württemberg kam. "In Karaganda, wo ich geboren bin, lebt eigentlich aus der Familie nur noch meine Oma." Als der Anruf von Nemirovsky kam, musste Igor Filobok nicht lange überlegen, "weil wir gut befreundet sind. Und wenn es die Mannschaft in die Playoffs schafft, will ich spätestens da wieder dabei sein."

Obwohl vor allem in Sachen Fitness Defizite bestehen, freut sich der Wölfe-Coach über jede Zusage. "Igor ist einfach ein guter Spieler, den wir in jedem Spiel versuchen, bestmöglich in die Angriffsreihen zu integrieren", sagt der 44-Jährige. Richten muss es am Wochenende also wieder ein Minikader, trotzdem erwartet Michael Rosin maximales Engagement. "Umso mehr brauchen wir unsere Fans, die müssen wie ein zusätzlicher Spieler sein. Eine volle Halle hilft unseren Jungs", so der Wölfe-Vorsitzende.
 
Quelle: InFranken.de Jürgen Schmitt

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Lars Torben Franz ist der unverzichtbare Ersatz

Wenn die Kissinger Wölfe am Wochenende zweimal auf die Gladiators Erding treffen, wird Lars Torben Franz wohl wieder Statist sein.
Aber seiner Rolle gewinnt der Backup-Goalie sehr viel Positives ab.

TSV Erding Gladiators - EC Bad Kissinger Wölfe (Freitag 08.02.2019, 20:00 Uhr)
EC Bad Kissinger Wölfe - TSV Erding Gladiators (Sonntag 10.02.2019, 18:00 Uhr)

Selten im Fokus, aber dennoch enorm wichtig: Backup-Goalie Lars Torben Franz. Foto:Hopf

Was geht noch für die Kissinger Wölfe (5./12) in dieser Verzahnungsrunde? Nun gut, selbst die allergrößten Optimisten sollten nach den Niederlagen vom vergangenen Wochenende gegen Königsbrunn und in Miesbach den Traum von einem Durchmarsch in die Oberliga ausgeträumt haben. Aber ein Ziel ist realisierbar, weil die vier besten Bayernligisten nach der Runde noch den Meister ausspielen. Es wäre ein weiterer Titel nach dem Gewinn der Landesliga-Meisterschaft, auf den sich die Unterfranken wahrlich einiges einbilden dürften.

Dass Qualität in der Mannschaft steckt, haben die Saalestädter hinreichend nachgewiesen. Aber der Kräfteverschleiß ist nicht zu leugnen im kleinen Kader, der mindestens noch zehn Spiele durchhalten muss. Und der es am Wochenende gleich zweimal mit den Erding Gladiators (7./9) zu tun bekommt - erst auswärts (Freitag, 20 Uhr), dann im Wolfsbau (Sonntag, 18 Uhr). Ein Kontrahent im Aufwind, der in der Vorwoche erst beim starken EHC Klostersee gewann (2:1), dann auf eigenem Eis nachlegte mit dem 6:3-Erfolg über den TSV Peißenberg. Zuvor hatten die Altbayern gerade einmal ein Spiel der Aufstiegsrunde für sich entscheiden können, gewannen allerdings beide Vergleiche gegen Bad Kissingen in der Vorrunde.

Bester Scorer der Gladiators ist in der Verzahnungsrunde Florian Zimmermann, der mit acht Toren und drei Assists exakt die selbe Statistik wie Kissingens Anton Zimmer aufweist. In der Vorrunde hatte der 25-Jährige stolze 48 Punkte (20/28) gesammelt. Weitere Tore verhindern will Wölfe-Goalie Benni Dirksen, der in dieser Saison bis auf wenige Ausnahmen durchspielte, nur ein einziges Mal nicht zwischen den Pfosten stand.

Heißt im Umkehrschluss, dass sich Lars-Torben Franz einmal mehr mit einer Statistenrolle begnügen muss. "Trotzdem kann es ja sein, dass etwas passiert und ich dann sofort ins Tor muss, deswegen muss ich im Training immer hundert Prozent geben. Entscheidend ist, dass das Team Erfolg hat", sagt der 22-Jährige, der noch keine drei Jahre alt war, als er zum ersten Mal auf dem Eis stand und als Fünfjähriger zum Goalie im Bad Kissinger Nachwuchs wurde. "Über meine Eltern und meinen Bruder, der ja aktuell in Lauterbach spielt, bin ich zum Eishockey gekommen. Vor allem meine Mutter hat das unterstützt, weil die früher selbst Eishockey in ihrem damaligen Wohnort Rosenheim spielen wollte, aber von ihren Eltern aus das nie durfte."

Immerhin ein Punktspiel durfte Lars Torben Franz in dieser Saison über die vollen 60 Minuten machen: gegen den EV Füssen im letzten Spiel der Vorrunde. Trotz der 3:6-Niederlage gegen den Altmeister erinnert sich der 22-Jährige gerne an dieses Match. "Am Anfang war ich schon nervös, aber dann habe ich es genießen können. Meine Mitspieler haben mich super unterstützt, trotzdem hatte ich es mir einfacher vorgestellt. Das war schon ein enorm hohes Tempo, und ein paar Schüsse mehr hätte ich auch halten können."

Von der Spielerbank aus beobachtet der Westheimer die Spiele fokussiert. "Ich achte meistens auf Benni und die gegnerischen Stürmer, um ein Gefühl für mögliche Situationen zu entwickeln."

Den ungleichen Konkurrenzkampf sieht Lars Torben Franz absolut positiv. "Von Benni kann ich viel lernen und nehme seine Ratschläge gerne an. Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und hat immer den Überblick", sagt Franz, der nach der vorübergehenden Schließung der Kissinger Eishalle für mehrere Jahre für Schweinfurter und Haßfurter Teams auflief, ehe es ihn wieder zum Heimatverein zurückzog.

Auch beruflich ist der junge Mann mit der Nummer 82 ("Das war meine Rückennummer, als ich mit meinem Bruder in Würzburg Lacrosse gespielt habe") bodenständig, absolviert bei einer Firma in Fuchsstadt eine Ausbildung zum Maler und Lackierer, wird von seinem Arbeitgeber immer wieder unterstützt, um sein Hobby ausüben zu können.

Ein Engagement, dass auch sein Trainer sehr schätzt: "Lars ist wichtig für uns als zweiter Mann hinter Benni. Obwohl er nicht so oft spielt, ist er sehr trainingsfleißig und will sich stets verbessern", sagt Mikhail Nemirovsky. Und schiebt diesbezüglich gleich ein paar Tipps hinterher. "Vielleicht muss er noch mehr Videostudium betreiben. Es ist die Summe der Kleinigkeiten, an denen man arbeiten muss, um sich stetig zu verbessern. Wichtig ist, dass er seinen eigenen Stil findet. Es ist schade, dass wir im Training eigentlich keine Zeit für ein individuelles Training haben", sagt der 44-Jährige.

Von den Qualitäten seines Coaches ist Lars Torben Franz überzeugt: "Gegen Nemo hätte ich gerne mal gespielt, weil er ein begnadeter Spieler und fitter ist als mancher 20-Jähriger."
 
Quelle: InFranken.de Jürgen Schmitt

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Jakub Revaj ist ein kleiner Spieler und Super-Typ

Jakub Revaj ist nur 1,68 Meter groß und 64 Kilo schwer. Bei den Kissinger Wölfen hat er aber einiges an Gewicht.

EC Bad Kissinger Wölfe - EHC Königsbrunn (Freitag 01.02.2019, 20:00 Uhr)
TEV Miesbach - EC Bad Kissinger Wölfe (Sonntag 03.02.2019, 18:00 Uhr)

Jakub Revaj, nur 1,68 Meter groß (rechts), geht hier ins Duell mit Maximilian Bauer, 1,95 Meter, aus Peißenberg. Im Heimspiel gegen Königsbrunn will sich der kleine Tscheche wieder beweisen. Foto: Hopf

Ein Prototyp für Eishockey? Ist Jakub Revaj gar nicht. Der 22-jährige Stürmer misst 1,68 Meter und bringt nur 64 Kilogramm auf die Waage. Ein bulliger Stürmer sieht anders aus. Und trotzdem spielt der kleine Tscheche eine wichtige Rolle im Teamgefüge der Kissinger Wölfe. Und die bemisst sich nicht nur an Toren.

Wer mit Revaj spricht, wundert sich erst einmal: Knapp vier Jahre lebt der aus dem nordböhmischen Jablonec stammende Tscheche erst in Deutschland. Und spricht die Sprache ziemlich flüssig, mit wenig Akzent. Mag sein, dass es daran liegt, dass sein Vater Deutscher ist. Und seine Freundin, die in Memmingen lebt, ebenfalls. Mit ihr spricht er jeden Tag deutsch. Doch Jakub Revaj, der sich der Coolness wegen "Kuba" nennen lässt, war immer bereit zu lernen. Und das trifft neben der Sprache auch aufs Eishockey zu.

In der Jugend trainierte Revaj noch in Liberec, fuhr aber regelmäßig über die nahegelegene deutsche Grenze, um für Jugendteams der namhaften Zweitligavereine Füchse Weißwasser und Dresdner Eislöwen anzutreten. Permanent lebte und spielte der Stürmer erst vor reichlich drei Jahren in Selb.

2016 lotste ihn dann sein Cousin Jan Kouba, heute Spieler der Mighty Dogs in Schweinfurt, nach Memmingen. Von dort ging es für Revaj für jeweils ein Jahr in die Landesliga zu den Devils Ulm/Neu-Ulm und den Oberligisten Höchstadt Alligators. Da muss der heute 22-Jährige schon ins Blickfeld von Wölfe-Coach Mikhail Nemirovsky gerückt sein. Jedenfalls sprach der ihn vor dieser Saison an, ob er nicht nach Bad Kissingen kommen wolle.

"Nemo" bot Revaj unter anderem das, was er bei seinen anderen Stationen teilweise nicht bekam: Spielpraxis. In der Vorrunde stand der Tscheche bei allen Spielen auf dem Eis. Laut der deutschen Eishockey-Datenbank Rodi-DB erzielte er dabei zwar nur zwei Tore, leistete aber sieben Vorlagen.

Diese Statistik bedeutet seinem Trainer zwar nicht so viel. Nemirovsky ist mit dem kleinen Tschechen aber trotzdem zufrieden. "Er ist ein flexibler, sehr aktiver Spieler mit guten Bewegungen. Er findet durch seine geringe Körpergröße oft das 'Loch im Spiel'. Auch verfüge Revaj über eine recht gute Technik.

Inzwischen ist der 22-Jährige auch in Bad Kissingen angekommen. Er hat gemeinsam mit seinem Mannschaftskameraden Krister Freibergs eine Wohnung in der Stadt bezogen. Außerdem arbeitet er in einem Schnellrestaurant, nicht weit von der Eishalle. Da ist es zum Training und zu Spielen ein Katzensprung.

Nach einer Verletzung am Anfang der Saison hat sich der Stürmer gut ins Team integriert, findet sein Trainer. "Er ist immer positiv, ein Super-Typ." Dennoch wäre "Nemo" nicht "Nemo", wenn er kein Potenzial mehr in seinem Spieler erkennen würde. Revaj brauche noch mehr Selbstvertrauen und Erfahrung, um noch etwas cleverer zu spielen.

Jakub Revaj weiß, "dass ich aufgrund meiner Körpergröße noch mehr arbeiten und kämpfen muss". Gerade in der Aufstiegsrunde sei das Spiel noch schneller und körperlicher als in der Vorrunde. "Jeder gibt das Beste und will aufsteigen." Dieses Ziel gibt auch er selbst an. Mit Platz drei und zwölf Punkten nach sechs Spieltagen scheint das in Reichweite.

Im Heimspiel am Freitag, 20 Uhr, empfangen die Kissinger Wölfe den aus der Vorrunde bekannten EHC Königsbrunn. Ein Team, bei dem die Bad Kissinger Anfang November 6:3 gewannen und das Rückspiel im Dezember 4:6 verloren. Ein gefährlicher Gegner also, auch wenn der EHC sich bisher in der Aufstiegsrunde nicht sonderlich gut schlägt. Mikhail Nemirovsky warnt: "Es ist immer schwer, gegen die zu spielen. Sie haben gute Verteidiger und einen guten Torwart, sind sehr aktiv und können Tore machen."

Indes steht für den ERV Schweinfurt zum Abschluss der Hinrunde in der Abstiegsrunde am Freitagabend, 20 Uhr, mit Pfaffenhofen ein Hochkaräter auf dem Programm. Denn der letzte Gegner, auf den die Schweinfurter in dieser Saison nicht getroffen sind, reist als Tabellenführer zum Icedome.

Quelle: InFranken.de Steffen Standke

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Game- Weekend!
 
Heute Abend starten wir in ein heißes Eishockeywochenende!
 
3 Tage hintereinander bringen unsere Wölfe in allen Altersklassen das Eis im eigenen Stadion zum schmelzen!
 
Den Anfang macht heute Abend um 20.00 Uhr unsere 1. Mannschaft mit einem Spitzenspiel gegen den EHC Königsbrunn!
 
Weiter geht es dann gleich am Samstag um 10.00 Uhr vormittags mit einem Turnier unserer U9.
Hierzu begrüßen wir vor heimischem Publikum die Gäste aus Schweinfurt, Selb und Bayreuth!
 
Last but not least das Franken Turnier unserer U11 am Sonntag um 11.00 Uhr! Hierzu begrüßen wir unsere Gäste aus Hassfurt und Pegnitz!
 
Wir freuen uns auf Euren Besuch!!!

 

 

Semjon Bär: Ein Nordlicht ist angekommen

Der Wölfe-Stürmer hatte bislang ausschließlich für norddeutsche Vereine gespielt, ehe ein Anruf seines Trainers die Abenteuerlust des 28-Jährigen weckte.

SC Riessersee - EC Bad Kissinger Wölfe (Freitag 25.01.2019, 20:00 Uhr)
EC Bad Kissinger Wölfe - EV Füssen (Sonntag 27.01.2019, 18:00 Uhr)

Kann sich nach langer Verletzungspause endlich wieder in den Vordergrund spielen: Semjon Bär (Nr. 91). Foto: Hopf

Das hört sich jedenfalls richtig gut an, wenn die Kissinger Wölfe (3./9) am Freitag (20 Uhr) beim SC Riessersee (1./11) antreten und am Sonntag (18 Uhr) im Wolfsbau auf den EV Füssen (5./6) treffen - zwei Schwergewichte im deutschen Eishockey, mit reichlich nationalen Titeln dekoriert. Beide Vereine gehören zu den Favoriten im Kampf um einen der beiden freien Oberliga-Plätze. Schade für die Unterfranken, dass der für Freitag geplante Fanbus abgesagt werden musste, dennoch wollen sich reichlich Privatfahrer auf den Weg nach Garmisch-Partenkirchen machen, um ihre Mannschaft im traditionsreichen Olympia-Eissport-Zentrum zu unterstützen, welches Platz für 7000 Zuschauer bietet. Gut für die Unterfranken, dass der Oberligist in diesem Spiel wohl nicht auf die besten seiner Förderlizenzspieler des Champions-League-Finalisten EHC München zurückgreifen kann.

Die Oberbayern sind der erklärte Favorit dieser Aufstiegsrunde. Die Truppe um Trainer George Kink hatte die vergangene Oberliga-Runde als Vierter abgeschlossen, muss aufgrund eines Insolvenzverfahrens aber wie Waldkraiburg um den Klassenerhalt spielen gegen die acht besten Teams der Bayernliga. Der Verein, der Eishockey-Legenden wie Ignaz Berndaner und Franz Reindl hervorgebracht hatte, stand in der Saison 2017/2018 sogar noch im DEL2-Finale, ehe der Zwangsabstieg erfolgte. Der bislang einzige Punktverlust resultierte aus dem 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen Klostersee, als der Schiedsrichter die Overtime irrtümlich auf zehn statt der üblichen fünf Minuten angesetzt hatte. Ein Regelverstoß, der folgenlos bleibt, weil beide Vereine auf keine Neuansetzung beharren.

Nicht allein aufgrund der prominenten Gegnerschaft freut sich Semjon Bär auf das Wochenende. Schließlich hatte der 28-Jährige vier Monate verletzungsbedingt pausieren müssen nach einem üblen Knie-Check im Spiel gegen Erding, der eine komplizierte Meniskusverletzung zur Folge hatte. Erst seit Beginn der Aufstiegsrunde steht der Stürmer wieder im Kader. "Das ist echt schwierig, nach so langer Zeit wieder seinen Rhythmus zu finden. Bei hundert Prozent bin ich sicher noch nicht, aber länger zu warten hätte ich echt nicht ausgehalten, auch wenn ich bei jedem Training und jedem Spiel vor Ort war. Ohne den Kontakt zu den Jungs wäre ich eingegangen", plaudert Semjon Bär mit norddeutscher Sprachfärbung. Im heutigen Kasachstan geboren, kam der Linksschütze schon als Zweijähriger mit der Familie nach Bremerhaven, spielte in der Jugend Fußball und kam erst als 13-Jähriger über einen Fitnesstrainer sowie einen Kumpel zum örtlichen Eishockey-Verein.

In der Saison 2008/2009 spielte Semjon Bär mit den Fischtown Pinguins sogar in der DEL2. Weitere Stationen waren Nordhorn, die Weserstars aus Bremen sowie die "Crocodiles" aus Hamburg, bei denen der Angestellte bei einer Nüdlinger Firma, der sich selbst um einen Arbeitsplatz vor Ort gekümmert hatte, in den vergangenen fünf Jahren unter Vertrag war. "In Hamburg hat es mir sehr gut gefallen, mit ganz viel Wasser wie zu Hause in Bremerhaven. Aber dann war die Lust geweckt auf eine neue Erfahrung, weshalb ich nach einem Telefonat mit 'Nemo' das Angebot aus Bad Kissingen angenommen habe, der hier etwas aufbauen will."

Nach all den Verletzungen in der Mannschaft, freut sich Mikhail Nemirovsky über die Genesung seiner '91'. "So lange verletzt zu sein, ist natürlich frustrierend. Und das Comeback fällt umso schwerer, weil es jetzt nur noch starke Gegner gibt. Aber Semjon ist ein super Typ mit einer guten Technik, den ich auf verschiedenen Positionen und in verschiedenen Reihen einsetzen kann", sagt der Spielertrainer der Kissinger Wölfe. In Sachen Ehrgeiz steckt Semjon Bär jedenfalls nicht hinter seinem Coach zurück. "Wir können noch viel erreichen, in der Aufstiegsrunde kann jeder jeden schlagen. Und wir sind ein verschworener Haufen, der auch privat einiges unternimmt." Gut möglich übrigens, dass der demnächst um eine Person anwächst. Jedenfalls steht Mikhail Nemirovsky in engem Kontakt mit einem 17-Jährigen mit deutschem Pass, der zuletzt in Kanada spielte, aber mit seinem Team in den Playoffs ausgeschieden ist.

Quelle: InFranken.de Jürgen Schmitt

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  • - Auswärts

Saison: 2018/2019

1. Mannschaft Saison 2018/2019

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30 Benny Dirksen (DEU)
(T) # 82 Lars Torben Franz (DEU)

(V) # 19 Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79 Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21 Jona Schneider (DEU)
(V) #  3 Kristers Freibergs (LVA)
(V) # 29 Domantas Cypas (LTU)

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 13 Eugen Nold (DEU)
(S) # 26 Christian Masel (DEU)
(S) # 17 Anton Seewald (DEU)
(S) # 81 Jakub Revaj (DEU)
(S) # 75 Martin Schuler (DEU)
(S) # 91 Semjon Bär (DEU)
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 97 Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 93 Adrian Persch (DEU)
(S) # 94 Jörg "Igor" Filobok (DEU)
(S) # 89 Maxim Kryvorutskyy (DEU)

Betreuer:

Nico Achilles
Daniel Wehner
Freddy "das Tier" Schaupp

Heute25
Gestern213
Woche1113
Monat3353
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  • Spieltag

Aufstiegrunde Oberliga SÜD 2018/2019

PTeamPtk
1 SC Riessersee 30
2 TEV Miesbach 21
3 EHC Klostersee 19
4 EV Füssen 18
5 EC Kissinger Wölfe 18
6 HC Landsberg 16
7 EHC Waldkraiburg 15
8 TSV Erding 12
9 EHC Königsbrunn 10
10 TSV Peißenberg 6

Bayernliga 2018/19

PTeamPtk
1 EV Füssen 55
2 HC Landsberg 51
3 TSV Erding 51
4 EC Kissinger Wölfe 45
5 TEV Miesbach 44
6 EHC Königsbrunn 44
7 TSV Peißenberg 43
8 EHC Klostersee 43
9 EHF Passau 36
10 ESC Geretsried 33
11 EA Schongau 30
12 ERV Schweinfurt 29
13 ESC Dorfen 28
14 EV Pegnitz 14
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