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Kissinger Wölfe: ein Abend zum Vergessen

Die Saalestädter verlieren das Sechs-Punkte-Spiel gegen Königsbrunn. Mit dem erst 16-jährigen Maxim Kryvorutskyy wurde ein neuer Spieler verpflichtet.

Nach der 7:2-Gala gegen den EV Füssen wurde Mikhail Nemirovsky (hinten) am Freitagabend mit den Kissinger Wölfen etwas überraschend aus dem Rampenlicht gedrängt vom zuletzt schwächelnden EHC Königsbrunn. Foto: Hopf

Kissinger Wölfe - EHC Königsbrunn 1:2 (0:1, 1:1, 0:0).

Es gibt solche Abende. Abende, an denen die Pässe einfach nicht ankommen. An denen der Verteidiger im entscheidenden Moment wegrutscht. An denen der Puck beim Pass zum einschussbereiten Mitspieler noch den Schläger des gegnerischen Verteidigers streift. Die Kissinger Wölfe erwischten einen solchen Abend gegen den EHC Königsbrunn. Eine Niederlage gegen einen nicht gerade überragenden Gegner.

Es hatte ja noch ganz gut begonnen. Die Bad Kissinger, bei denen neben den verletzten Spielern auch Igor Filobok berufsbedingt fehlte, versuchten Druck auf das Tor von Ex-Wolf Donatas Zukovas zu machen. Doch schon früh zeigte sich das Dilemma: Die Kissinger verloren oft die Scheibe vor dem Königsbrunner Tor; die nur mit 13 Spielern angereiste gegnerische Rumpftruppe konterte. Und das sah gefährlicher aus als die Angriffe des Heimteams.

Benny Dirksen in Topform

Das Führungstor der Gäste (7.) fiel allerdings nicht aus einem Konter heraus. Pascal Rentel wurde von Hayden Trupp schön angespielt; vier Wölfe-Spieler drumherum pennten. Rentel schien selbst überrascht, dass der Puck reinging. Der Rückstand schockte die Kissinger. Königsbrunn hatte weitere Chancen, doch Goalie Benny Dirksen erwies sich als hellwach. In dieser Phase konnten sich die Wölfe kaum aus dem eigenen Drittel lösen. Wenn das gelang, dann wirkten die Angriffe überhastet und planlos. Dennoch hätte es nach 16 Minuten 1:1 stehen können, doch Anton Zimmer scheiterte nach tollem Pass von Mikhail Nemirovsky an Zukovas und dem Pfosten.

Das zweite Drittel begann, wie das erste aufgehört hatte. Königsbrunn verbuchte gleich zwei Großchancen - und schoss Dirksen langsam, aber sicher berühmt. Die Wölfe-Verteidiger leisteten sich vor dem eigenen Tor katastrophale Querpässe - noch ohne Folgen. Fatal erwies sich aber in der 32. Minute ein verlorener Zweikampf seitlich von Dirksens Tor. Königsbrunns Jeffrey Szwez traf aus dem Gewühl heraus zum 0:2.

In der Folge zeigte sich eine weitere Schwäche der Kissinger an diesem Abend: das Überzahlspiel. Selbst eine doppelte Zwei-Minuten-Strafe für Dominic Auger brachte kaum Chancen und erst recht kein Anschlusstor. Das fiel dann doch, und zwar fünf Sekunden vor dem Ablauf einer weiteren Strafe gegen die Brunnenstädter. Christian Masel hatte Mikhail Nemirovsky angespielt; der passte in die Mitte zu Anton Seewald. Der vollstreckte. Ein Hoffnungsschimmer, nicht mehr. Denn die Wölfe blieben hinten anfällig.

Im dritten Drittel kämpfte Bad Kissingen; die besseren Chancen erarbeitete sich wieder Königsbrunn, scheiterte aber wiederholt an Benny Dirksen. Drei Minuten vor Schluss setzte Nemirovsky alles auf eine Karte: Der Kissinger Paradesturm wurde aufs Eis geschickt, mit dem Kissinger Spielertrainer, Anton Zimmer und Anton Seewald, für Torhüter Dirksen kam ein zusätzlicher Feldspieler. Die Gelegenheit schien günstig, weil Königsbrunns Auger eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste. Doch ein Tor sprang nicht mehr heraus; fast traf noch Königsbrunn.

Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin war in der Pressekonferenz bedient: "Wir haben über 60 Minuten überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Die Fehlpassquote war viel zu hoch, die Chancenverwertung dementsprechend mies, das Überzahlspiel. Es hat hinten und vorne überhaupt nichts geklappt."

Das Spiel hergeschenkt

Rosin ärgerte sich besonders, weil die anderen Playoff-Konkurrenten für Bad Kissingen gespielt hatten und man das Sechs-Punkte-Spiel hergeschenkt hatte. Man könne das Spiel einfach nur abhaken. Gäste-Verantwortlicher Benny Lauer, in Vertretung von EHC-Coach Sven Rampf, fand sein Team etwas besser als die Wölfe, kämpferisch gut und einsatzfreudiger. Im ersten Drittel hätte die Rumpftruppe von Königsbrunn schon zwei, drei Tore mehr machen können. Die Bad Kissinger haben auch einige Hochkaräter gehabt, die sie nicht genutzt hätten.

Mit Maxim Kryvorutskyy präsentieren die Kissinger Wölfe zum Ende des Transferfensters doch noch einen Neuzugang. Der erst 16-Jährige, in Nürnberg geboren, spielte in der Schüler-Bundesliga für den EV Füssen und zuletzt im kanadischen Toronto. Laut Michael Rosin kam der Kontakt über Spielertrainer Nemirovsky zustande. Nach dem Ausscheiden in den Playoffs werde der Stürmer bei den Wölfen die Saison zuende spielen. "Er wird mit Sicherheit noch ein paar Spiele brauchen, bis er ins Team reinwächst." Von Größe, Gewicht und Alter her könne er nicht so weit sein, wie ein gestandener Erste-Mannschaft-Spieler. Die Ansätze seien aber gut.

Link zur Pressekonferenz

Quelle: Infranken.de Steffen Standke

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Saison: 2018/2019

1. Mannschaft Saison 2018/2019

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30 Benny Dirksen (DEU)
(T) # 82 Lars Torben Franz (DEU)

(V) # 19 Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79 Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21 Jona Schneider (DEU)
(V) #  3 Kristers Freibergs (LVA)
(V) # 29 Domantas Cypas (LTU)

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 13 Eugen Nold (DEU)
(S) # 26 Christian Masel (DEU)
(S) # 17 Anton Seewald (DEU)
(S) # 81 Jakub Revaj (DEU)
(S) # 75 Martin Schuler (DEU)
(S) # 91 Semjon Bär (DEU)
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 97 Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 93 Adrian Persch (DEU)
(S) # 94 Jörg "Igor" Filobok (DEU)
(S) # 89 Maxim Kryvorutskyy (DEU)
(S) # 8 Roman Nikitin (LVA)

Betreuer:

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Aufstiegrunde Oberliga SÜD 2018/2019

PTeamPtk
1 SC Riessersee 46
2 EV Füssen 36
3 HC Landsberg 35
4 TEV Miesbach 33
5 EHC Klostersee 28
6 EC Kissinger Wölfe 25
7 EHC Königsbrunn 19
8 TSV Erding 18
9 EHC Waldkraiburg 18
10 TSV Peißenberg 12

Bayernliga 2018/19

PTeamPtk
1 EV Füssen 55
2 HC Landsberg 51
3 TSV Erding 51
4 EC Kissinger Wölfe 45
5 TEV Miesbach 44
6 EHC Königsbrunn 44
7 TSV Peißenberg 43
8 EHC Klostersee 43
9 EHF Passau 36
10 ESC Geretsried 33
11 EA Schongau 30
12 ERV Schweinfurt 29
13 ESC Dorfen 28
14 EV Pegnitz 14
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