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Sahnestücke im emotionalen Wolfsbau

Die Kissinger Wölfe gewinnen das Derby gegen die Mighty Dogs in einer ausverkauften Halle.

Tormaschinen unter sich: Auch im Derby gegen die Mighty Dogs hatten die Wölfe-Stürmer Anton Seewald (links) und Anton Zimmer reichlich Grund zum Feiern. Foto: Hopf

Kissinger Wölfe - Mighty Dogs Schweinfurt 6:2 (1:1, 1:1, 4:0).

"So langsam wird es mir unheimlich", konnte ein schmunzelnder Kissinger Vorstand Michael Rosin die aktuelle Situation seiner Wölfe nur schwer in Worte fassen. Soeben hatte der Tabellenführer die Schweinfurter Mighty Dogs, jetzt Tabellenfünfter, mit 6:2 aus der Halle gefegt. "Das war heute wieder eine super Leistung, wir waren über 60 Minuten die bessere Mannschaft", freute sich Rosin. Gleichzeitig trat der Vorstand aber auf die Euphorie-Bremse und mahnte zur Bescheidenheit: "Für uns zählt in erster Linie der Abstand zu Platz neun, also der Vorsprung vor der Abstiegsrunde. Und diesen konnten wir heute auf zehn Punkte ausbauen."

Der Sprung zweieinhalb Stunden zurück. Das von den euphorisierten Bad Kissinger Anhängern angestimmte "You'll never walk alone" war soeben verstummt, den mitgereisten locker 400 Gäste-Anhängern war der Rückschlag gegen den ESC Dorfen vom Freitag so gar nicht anzumerken. Die Stimmung in der restlos ausverkauften Kissinger Eishalle war prächtig. Es war also alles bereitet für den Eishockey-Showdown der Region. "Eine Tabellenführung ist für uns als Aufsteiger natürlich etwas ganz Besonderes, die verleiht uns sicherlich noch einen Schuss an zusätzlicher Motivation", fand Wölfe-Betreuer Nico Achilles einen der Gründe für die starke Vorstellung der Kissinger. Diese Motivation war den Wölfen von der ersten Minute an anzumerken. Im ersten Drittel fehlte oftmals das Schussglück. Lange standen der Kissinger Überlegenheit der Pfosten oder Mighty Dogs-Keeper Ferdinand Dürr im Wege. Christian Masel scheiterte nach einer Viertelstunde per Penalty im Duell mit dem Goalie. Die dritte Zeitstrafe gegen die Schweinfurter war gerade abgelaufen, als der Bann durchbrochen wurde. Die schöne Vorarbeit von Eugen Nold veredelte Verteidiger Ondrey Stava zur überfälligen Wölfe-Führung.

Ein "dummer Fehler im Aufbauspiel" (Wölfe-Vorstand Michael Rosin) brachte den Schweinfurtern den glücklichen Ausgleich sieben Sekunden vor Ende des Auftaktdrittels. Josef Straka ließ dem gewohnt starken Ex-Schweinfurter Benjamin Dirksen im Kasten der Kissinger keine Abwehrchance. Die erneute Führung der Wölfe nur 45 Sekunden nach Start des zweiten Drittels durch Anton Seewald hatte wieder nicht lange Bestand. Nur drei Minuten später setzte Pascal Schäfer die Scheibe zum 2:2 in den Winkel. Es folgte die einzige Phase des Spiels, die die Schweinfurter annähernd ausgeglichen gestalten konnten. Der vermeintliche 3:2-Führungstreffer vom Kissinger Jona Schneider wurde nach Rücksprache von den Referees aberkannt.

So musste die Entscheidung bis ins Schlussdrittel vertagt werden. Und hier war es wieder Anton Seewald, der nach gut einer Minute eine sehenswerte Einzelleistung zur überfälligen Wölfe-Führung vollendete. Nur 70 Sekunden später konnte Ferdinand Dürr einen Seewald-Schuss nur abprallen lassen. Die Nachschuss-Chance nutzte sein Namensvetter Anton Zimmer. Während die teils ungläubigen Kissinger Fans die Behauptung der Tabellenspitze mit "Oh, wie ist das schön" feierten, krönten ihre Helden auf dem Eis die Sahne-Vorstellung mit zwei weiteren Treffern. Kristers Freibergs und Eugen Nold machten das halbe Dutzend voll.

Ein Wermutstropfen trübte das Derby. Zwei Minuten vor dem Ende wurde eine Schweinfurter Anhängerin unglücklich vom über die Plexiglas-Scheibe fliegenden Puck im Gesicht getroffen. Stark blutend wurde die Frau unter aufmunterndem Applaus aller Zuschauer von den Einsatzkräften aus der Halle begleitet. Später wurde ein Nasenbeinruch diagnostiziert.

Schweinfurts Coach Zdenek Vanc blieb nach der Partie nichts anderes übrig, als den Kissingern zum verdienten Erfolg zu gratulieren. Im gleichen Zuge hofft der Coach auf ein "Wiedersehen in Bad Kissingen", im besten Falle natürlich dann in der Aufstiegsrunde. Zuvor treffen die Rivalen im Rückspiel in Schweinfurt am zweiten Weihnachtsfeiertag aufeinander.

Entscheidung vor dem Spiel

Extrem zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Wölfe-Spielertrainer Mikhail Nemirovsky. Und garnierte dies mit einer ungewöhnlichen Aussage. "Wir haben das Spiel schon vor dem ersten Bully gewonnen", sagte der 44-Jährige, der bereits am Freitag in Königsbrunn als grandioser Vorlagengeber in Erscheinung trat und im Spiel gegen seinen früheren Verein wieder einige Scorerpunkte sammeln sollte. Was Nemirovsky meinte: "In der Mannschaft und im Verein passt der Charakter. Das macht uns stark. Und wir haben hier alle Vertrauen in unseren eingeschlagenen Weg. Selbst dann, wenn das Ergebnis nicht immer passt."

Das Remis nach zwei Dritteln hatte "Nemo" nicht nervös gemacht. "Wir waren da schon besser, haben leider ein paar Geschenke zu viel verteilt. Ich habe den Jungs in der Pause nur gesagt, dass wir weiter hart arbeiten und Selbstvertrauen zeigen müssen, dann werden wir auf ein schönes Wochenende zurückblicken. Und genau so ist es gekommen." Bei aller Brisanz auf dem Eis: Nach dem Spiel ließ sich Nemirovsky noch in der Schweinfurter Kabine blicken: "Warum auch nicht, da sitzen Freunde und ehemalige Mitspieler von mir, mit denen ich regelmäßig Kontakt habe."

(Quelle: Infranken.de Johannes Wolf

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Saison: 2018/2019

1. Mannschaft Saison 2018/2019

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30 Benny Dirksen (DEU)
(T) # 82 Lars Torben Franz (DEU)
(T) #


(V) # 19 Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79 Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21 Jona Schneider (DEU)
(V) #  3  Kristers Freibergs (LVA)
(V) # 67 Timm Dreschmann (DEU)
(V) # 84 Maris Lescovs (LVA)
(V) #   2 Ondrej Stava (CZE)

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 13 Eugen Nold (DEU)
(S) # 26 Christian Masel (DEU)
(S) # 17 Anton Seewald (DEU)
(S) # 81 Jakub Revaj (DEU)
(S) # 75 Martin Schuler (DEU)
(S) # 91 Semjon Bär (DEU)
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 97 Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 93 Adrian Persch (DEU)
(S) #   8 Roman Nikitin (DEU/LVA)
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Betreuer:

Nico Achilles
Daniel Wehner
Freddy "das Tier" Schaupp

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