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Erste deftige Pleite für die Kissinger Wölfe

Verantwortliche sehen im klar verlorenen Spiel gegen Erding keinen Weltuntergang.

Wehrhafte Gladiatoren: Gegen Erding traf Anton Zimmer (links) zwar doppelt, dennoch waren die Kissinger Wölfe chancenlos. Foto: Hopf

Kissinger Wölfe - Erding Gladiators (1:3, 1:2, 1:3).

Nun hat es auch die Kissinger Wölfe erwischt: die erste deftige Klatsche des Aufsteigers in der neuen Liga. Und das gegen Titelkandidat Erding. Ein Ereignis, das irgendwann kommen musste. Trotzdem fühlte sich die Niederlage am Sonntag ärgerlich an. Erdings Trainer Topias Dollhofer brachte den Unterschied bei der Pressekonferenz recht gut auf den Punkt: "Beide Mannschaften sind in der Offensive sehr stark. So Spiele gewinnst du dann auf der defensiven Seite. Ich glaube, wir haben heute von Anfang an geschafft, dass wir Bad Kissingen wenig Möglichkeiten gegeben haben, sich zu entfalten. Wir haben die Räume ganz gut eng gemacht und standen gut hinten drin." Dann sei vieles für sein Team gelaufen; in den ersten beiden Überzahlsituationen habe es die Treffer gemacht und offensive Phasen der Bad Kissinger meist unbeschadet überstanden. Auch im zweiten und dritten Drittel seien die Tore zu günstigen Zeitpunkten gelungen.

Die Partie vor nur 344 Zuschauern hatte ausgeglichen begonnen. Das 0:1 (6.) durch Erdings Florian Fischer nach einem Konter beantwortete Kissingens Anton Zimmer nur 46 Sekunden später mit dem 1:1: Danach besaßen die Wölfe ein leichtes Übergewicht; die Abwehr der Gladiators stand gut. Und sie machten das Tor zum 1:2 in Person von Tobias Feilmeier. In der 19. Minute die erste Situation, wie sie typisch für dieses Spiel werden sollte: Die Kissinger kassierten ihre erste Zeitstrafe; Erding nutzte die Überzahl zum 1:3, wieder durch Fischer.

Die Wölfe starteten angriffslustig ins zweite Drittel. Und belohnten sich. Während einer Erdinger Strafzeit stellte Eugen Nold den Anschluss her (23.). Doch die Oberbayern schlugen zurück, als der Kissinger Simon Eirenschmalz mit "Zwei Minuten" draußen saß. Marco Deubler traf (27.). Daniel Krzizok erhöhte (31.); ausnahmsweise waren die Wölfe zu der Zeit mal vollzählig.

Wieder kämpfte sich der Heimverein heran, im dritten Drittel durch Anton Zimmer zum 3:5 (44.). Doch wieder leisteten sich die Gastgeber Zeitstrafen. Eine kurz vor dem 3:6 durch Tobias Feilmeier (50.) und eine, in der Florian Zimmermann das 3:7 erzielte (52.). Die Partie war durch. Und Bad Kissingen fing sich kurz vor Schluss das 3:8 durch Daniel Krzizok (60.), als es für ein Powerplay den Torwart vom Eis nahm. Am Ende standen bei den Wölfen zehn Strafminuten zu Buche, bei Erding acht. Kein großer Unterschied. Doch die Gäste standen eben sicherer in der Abwehr. Und nutzten ihre jeweilige Überzahl effektiver.

Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin sprach von einem absolut verdienten Sieg für Erding. "Wir haben es heute richtig schwer gehabt, ins Spiel zu kommen." Wenn man gegen eine Mannschaft wie Erding zurückliege, sei es schwer, wieder heranzukommen. Man habe viel zu selten die Scheibe aufs gegnerische Tor gebracht. Er sprach von "Verteidigerfehlern" und "vielen unnötigen Strafzeiten, die uns das Leben schwer machen". Rosin wollte nach der Niederlage nicht alles schlechtreden. "Es war jetzt ein Spiel, wo die Spieler die Leistung nicht so gebracht haben, wie man sich das wünscht." Dennoch habe die Mannschaft versucht, Eishockey zu spielen. Er wolle nach vorne schauen. Die Saison werde für die meisten Teams schwer. Sie werde am Schluss entschieden.

Ähnlich sah es Spielertrainer Mikhail Nemirovsky. "Wir hatten etwas mehr vom Spiel, haben aber unsere Chancen nicht genutzt." Die Strafzeiten hätten viel ausgemacht. Erding besitze viel Erfahrung. "Die wissen, was sie tun." Die Niederlage müsse sein Team abhaken und weiterarbeiten.

Quelle: Saalezeitung

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Saison: 2018/2019

1. Mannschaft Saison 2018/2019

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

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(T) # 82 Lars Torben Franz (DEU)
(T) #


(V) # 19 Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79 Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21 Jona Schneider (DEU)
(V) #  3  Kristers Freibergs (LVA)
(V) # 67 Timm Dreschmann (DEU)
(V) # 84 Maris Lescovs (LVA)
(V) #   2 Ondrej Stava (CZE)

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 13 Eugen Nold (DEU)
(S) # 26 Christian Masel (DEU)
(S) # 17 Anton Seewald (DEU)
(S) # 81 Jakub Revaj (DEU)
(S) # 75 Martin Schuler (DEU)
(S) # 91 Semjon Bär (DEU)
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 97 Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 93 Adrian Persch (DEU)
(S) #   8 Roman Nikitin (DEU/LVA)
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