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Kissinger Wölfe besiegen den Altmeister

Über 600 Fans sehen im Wolfsbau ein Eishockeyspiel der Superlative, in dem Riessersee nach Penaltyschießen als Verlierer feststeht.

Gehörten einmal mehr zu den Stärksten im Team der Kissinger Wölfe: Eugen Nold (vorne) und Anton Seewald beschäftigen die Defensive des SC Riessersee. Foto: Hopf

EC Bad Kissinger Wölfe - SC Riessersee 6:5 n.P.
(1:2, 2:1, 2:2).

Am Ende war es Drama pur. Riessersees Uli Maurer lief als letzter Penalty-Schütze auf Kissingens Benni Dirksen zu. Der Goalie machte sich breit; Maurer zog den Puck hoch aufs Tor: Er prallte an die Latte und von da ins Nichts. Unbändiger Jubel der Wölfe-Fans. Denn ihr EC hatte den Top-Favoriten mit 6:5 besiegt - in einem Spiel, das wie aus einer anderen Liga zu sein schien.

Eigentlich stammen die Gäste ja aus einer anderen Liga. Nach finanziellen Problemen von der DEL2 in die Oberliga Süd durchgereicht, belegte der SC aus Garmisch-Partenkirchen dort nach der Vorrunde den 4. Platz. Trotzdem musste Riessersee mit Waldkraiburg die Verzahnungsrunde bestreiten. Wo man sich als Spitzenreiter klar durchsetzte.

Dass Riessersee über einen guten Oberliga-Kader verfügt, merkten die mehr als 600 Zuschauer in der Kissinger Eissporthalle gleich. Die Gäste spielten schnell und flüssig. Die Wölfe hielten kämpferisch dagegen. Das ging vier Minuten gut. Dann flogen Anton Zimmer und Anton Seewald wegen Hakens und Beinstellens vom Eis. Riessersees Philipp Wachter nutzte die doppelte Überzahl per Fernschuss zur Führung (6.). Kurz darauf fingen sich die Favoriten ebenfalls eine Strafzeit. Doch im Gegensatz zu den Bad Kissingern überstanden sie die schadlos - und machten, als sie wieder vollzählig waren, durch Uli Maurer ihr zweites Tor (9.).

Eine Sache von Sekunden

Riessersees Fans feierten noch, da bediente Eugen Nold Anton Zimmer. Der lief frei auf den SC-Goalie zu, umkurvte ihn und schob zum Anschlusstreffer ein (9.). Acht Sekunden reine Spielzeit waren seit dem 0:2 vergangen. Es war die erste wirkliche Kissinger Chance. Weitere folgten, denn die Wölfe drückten. Doch trotz Überzahl schafften sie kein Tor. Und als der Tabellenführer vollzählig war, verbuchte er ein Chancenplus. Dennoch hätte kurz vor Drittel-Ende der Ausgleich fallen können. Nach einem Abspielfehler in der SC-Abwehr steuerte Christian Masel aufs Riesserseer Tor zu - und wurde gestoppt.

Die durch die fälligen zwei Minuten für Moritz Miguez entstandene Überzahl wollten die Kissinger im zweiten Drittel unbedingt nutzen. Der Ausgleich gelang aber erst nach erneutem Gedaddel in Riessersees Abwehr. Mikhail Nemirovsky fuhr dazwischen und versenkte den Puck links oben im Tor (25.). Eine Minute später schaffte der zurückgekehrte Romans Nikitins sogar die 3:2-Führung. Er lief genau richtig in einen Pass eines Mannschaftskollegen ein. Die Gäste reagierten frustriert, spielten wütend, entwickelten unheimlich Druck. Doch die Kissinger Abwehr blockte die teils überhasteten Abschlüsse immer wieder. Und wenn sie durchkamen, stand da Benni Dirksen im Tor. Nur ein Treffer durch Daniel Reichert gelang den Oberbayern (32.).

Das dritte Drittel startete nicht so rasant. Im Gegensatz zu den ersten beiden Dritteln nutzten die Wölfe nun ihr Überzahlspiel. Bei 5:3-Überzahl erzielte Anton Seewald das 4:3 (50.). Und als wieder ein Riesserseer Spieler ein Strafe absaß, schlug Anton Zimmer zum 5:3 zu (55.).

War das die Entscheidung? Nein! Denn jetzt folgte eine unglaubliche Minute. 56 Sekunden vor Schluss: Die Gäste schaffen den Anschluss durch Uli Maurer. Kurz danach: Die Wölfe treffen fast ins leere Riesserseer Tor. Neun Sekunden vor Spielende: SC-Spieler Silvan Heiß drückt einen Verzweiflungsschuss ab: drin. Vor Unglauben beißt er sich in den Handschuh.

Die fünfminütige Overtime brachte nichts ein, trotz Chancen auf beiden Seiten. Also musste das Penalty-Schießen entscheiden. Riesenschreck für die Wölfe-Fans, als Eugen Nold scheiterte und Riessersees Victor Oestling traf. Das Momentum war auf Gäste-Seite. Doch Zimmer und Nemirovsky verwandelten, während Kissingens Goalie Tobias Eders Versuch parierte. Und dann setzte Maurer den Puck an die Latte... Die Kissinger Fans feierten, die aus Garmisch-Partenkirchen gingen frustriert.

"Wir hatten endlich das Glück, das wir die vergangenen Spiele nicht hatten. Das ist durch die harte Arbeit zu uns zurückgekommen", sagte Benni Dirksen. An Maurers Schuss war er nicht mehr dran. Auch das Spiel selbst sei harte Arbeit gewesen. In der Kabine seien die richtigen Worte gefallen. Die Stimmung der Fans, auch der aus Riessersee, sei richtig gut gewesen. "Mit elf oder zwölf Mann gegen fast 20 Oberligisten über 60 Minuten so ein Tempo zu spielen, ist schon aller Ehren wert. Es ist ein super Gefühl, wenn du sagen kannst, du hast den Oberligisten, den Traditionsverein und Ex-Meister zu Hause besiegt. Das muss uns erstmal einer nachmachen."

Lob vom Boss

Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin sah es ähnlich. Kaum einer hätte damit gerechnet, mal gegen Riessersee zu spielen und zu gewinnen. "Die Mannschaft hat durch die Bank einen sehr guten Job gemacht. Das war definitiv eine der besten Leistungen des ganzen Jahres." Das Spiel sei von beiden Mannschaften wahnsinnig schnell gewesen. Man habe den Unterschied in der Geschwindigkeit zu anderen Teams in der Bayernliga gesehen. Mit dem kleinen Kissinger Kader da 65 Minuten mithalten zu können, verdiene Respekt. Ganz abgeschrieben hat Rosin die Bayernliga-Meisterschaft noch nicht. Riessersees Trainer George Kink empfand das Spiel als Werbung für Eishockey, aber auch nichts für schwache Nerven. Seine Mannschaft habe zwei, drei Geschenke verteilt. Er bescheinigte seiner Mannschaft "brutale Moral", 50 Sekunden vor Schluss zurückzukommen und sich in Overtime und Penalty-Schießen zu retten.

Trübsal brachte Rosin noch in die Freude: "Domantas Cypas hat einen Kreuzbandriss erlitten, muss operiert werden und spielt das nächste halbe Jahr definitiv kein Eishockey."

Quelle: Infranken.de Steffen Standke

Link zur Pressekonferenz

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Kissinger Wölfe: Gehumpelt und Getrauert

Die Saalestädter müssen gegen den EHC Klostersee allerhand Nackenschläge einstecken und verpassen eine durchaus mögliche Überraschung.

Gekämpft, aber verloren: Anton Zimmer (Bildmitte) und Eugen Nold (rechts) im Spiel gegen den EHC Klostersee. Foto: Hopf

Kissinger Wölfe - EHC Klostersee 3:4 (0:1, 1:2, 2:1).

Ein symbolisches Bild war das, als Domantas Cypas durch den Wolfsbau humpelte. Nun gut, der Wölfe-Verteidiger wäre sowieso gesperrt gewesen nach seinem üblen Knie-Check vom Freitag bei der deprimierenden 3:8-Niederlage beim TSV Peißenberg. Aber ein weiterer Ausfall des Litauers, der sich bei diesem Foul selbst verletzt hatte, würde eine extreme Schwächung der sowieso schon personell gebeutelten Saalestädter bedeuten. "Wir müssen jetzt das MRT abwarten, es sieht aber nicht ganz so schlimm aus", sagte Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin. Den vakanten Posten in der Verteidigung übernahm Spielertrainer Mikhail Nemirovsky, während es im Sturm tatsächlich zum Comeback von Roman Nikitin kam. Der mittlerweile 41-Jährige würde bis Saisonende parat stehen, sollte Cypas länger ausfallen. Auch für die neue Runde könnte der Lette wieder ein Thema bei den Wölfen werden, sollte es klappen mit einem deutschen Spielerpass.

"Kein Vorwurf an die Mannschaft, aber wenn man solche Geschenke verteilt, braucht man sich über die nächste Niederlage nicht zu wundern", ärgerte sich Michael Rosin in der Pressekonferenz. Obwohl die Gäste mit Topscorer Bob Wren und Nicolai Quinlan (gesperrt) auf zwei Leistungsträger verzichten mussten, konnte EHC-Coach Dominik Quinlan dennoch auf drei prall gefüllte Blöcke zurückgreifen. Entsprechend druckvoll starteten die Grafinger gegen die Kissinger Rumpftruppe, die mit Glück und einem starken Goalie Benni Dirksen einen Rückstand vermeiden konnte. Aber allmählich trauten sich die Wölfe-Cracks mehr zu und setzten Nadelstiche durch Nikitin, Anton Zimmer und Anton Seewald, der Pech mit einem Pfostentreffer hatte. Ausgerechnet in Überzahl, mussten die Gastgeber den ersten Gegentreffer durch Andreas Persson hinnehmen (17.). Im Mitteldrittel schien die Begegnung den erwarteten Verlauf nehmen, als die Oberbayern in Überzahl auf 2:0 stellten, wiederum durch Persson (23.).

Der nächste Pfostentreffer

Aber die Moral stimmt bei den Kissinger Wölfen, die sich für ihr Engagement auch belohnten durch das Tor von Anton Seewald (24.), nachdem kurz zuvor auch Sturmkollege Zimmer nur den Pfosten getroffen hatte. Um ein Haar der Ausgleich durch Seewald nach einem Konter in Unterzahl, aber gejubelt wurde erneut auf der anderen Seite, als Jens Glombitza (39.) kurz vor Ende des Abschnitts den dritten Gästetreffer erzielte. In einer Phase, als Wölfe-Verteidiger Simon Eirenschmalz noch eine 2+10-Minutenstrafe abbrummen musste.

Als der Schwede Persson nach einem Fehler von Kristers Freibergs zum 4:1 traf (42.), schien die Vorentscheidung gefallen. "Bis dahin haben wir es sehr ordentlich gemacht. Danach haben wir aber schlampig verteidigt und für unnötige Spannung gesorgt. Aber wir haben das Ergebnis über die Zeit gerettet. Für uns waren das ganz wichtige Zähler bei jetzt sechs Punkten Vorsprung auf Bad Kissingen", analysierte der Gäste-Coach. Roman Nikitin hatte die Wölfe wieder in Schlagdistanz gebracht (48.), ehe Anton Seewald 42 Sekunden vor Spielende in einer 6:4-Überzahl tatsächlich für finale Spannung sorgte: ohne Happyend. "Ein Playoff-Platz ist jetzt in weite Ferne gerückt. Aber die Mannschaft wird bis zum letzten Spiel alles geben", verspricht Rosin, der auf viele Fans hofft, wenn am Freitag Altmeister SC Riessersee in den Wolfsbau kommt. Für die Partie gegen Klostersee hatten sich gerade einmal 200 Zuschauer interessiert.

Unmittelbar vor dem Spiel hatte es eine Schweigeminute gegeben für Marita Fischer. Die vor kurzem verstorbene Ehefrau des Ehrenvorsitzenden Robert Fischer wurde im Verein liebevoll Eishockey-Mama genannt.

Quelle: Infranken.de Jürgen Schmitt

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Kommt es zum Comeback von Roman Nikitin?

Die Kissinger Wölfe verlieren das Spiel in Peißenberg sowie Domantas Cypas aufgrund einer Sperre.



TSV Peißenberg - Kissinger Wölfe 8:3 (3:1, 3:0, 2:2).

Der TSV Peißenberg ist abgeschlagen Letzter der Verzahnungsrunde. Aber hat halt nichtsdestotrotz immer noch ein gutes Team, das sich schließlich für diese Aufstiegsrunde qualifiziert hatte. Die Tabellensituation ließ die Kissinger Wölfe favorisiert anreisen, doch von breiter Brust war bei den Unterfranken an diesem Abend so gar nichts zu spüren.

Im Gegenteil: Mit dieser schmerzhaften Pleite sind die Chancen auf eine Playoff-Teilnahme erheblich gesunken. "Hergeschenkt" formulierte es Michael Rosin, der an diesem Abend überhaupt sehr deutliche Worte fand. "Das Ergebnis sagt alles. Von unserer Seite aus waren das 60 Minuten Totalausfall", sagte der Wölfe-Vorsitzende in der Pressekonferenz. Schon vor dem Spiel der erste Nackenschlag, weil Marc Hemmerich im Stau stand, sodass Spielertrainer Mikhail Nemirovsky im eh ausgedünnten Kader nur auf drei Verteidiger zurückgreifen konnte. Das Spiel beendeten die Gäste allerdings mit zwei Defensivspielern, weil sich Domantas Cypas gegen Ende des Mitteldrittels nach einem üblen Knie-Check eine 5+Spieldauerstrafe einhandelte, womit der Litauer auch für das Sonntagsspiel gegen den EHC Klostersee gesperrt war.

"Für so ein saudummes Foul kann ich mich nur entschuldigen. Die Strafe ist vollkommen gerechtfertigt, hoffentlich lernt er daraus", sagte Rosin. Der Gefoulte konnte das Spiel nach Behandlungspause fortsetzen, allerdings hatte sich Cypas bei dieser Aktion so schwer verletzt, dass der Wölfe-Spieler ins Krankenhaus gebracht werden musste. "Es ist kein Bruch, aber die Bänder könnten etwas abbekommen haben."

Die vier Tore des Auftakt-Drittels fielen binnen der ersten sieben Minuten. Nach 22 Sekunden lagen die Saalestädter bereits zurück, ehe Mikhail Nemirovsky egalisierte (4.) und Peißenberg wieder vorlegte durch den starken Florian Höfler (6.) und Martin Andrä (7.). Es hätte noch schlimmer kommen können für die Wölfe, hätte Benni Dirksen nicht einen Penalty pariert (8.). Es sollte ein schwacher Trost bleiben für den Goalie, weil die Eishackler in Abschnitt zwei den nächsten Dreierpack schnürten durch Höfler (34.), Maximilian Malzatzki (36.) und Dominik Ebentheuer (40.). "Wir wollten die Kissinger unter Druck setzen und in keine Konter laufen gegen diese technisch versierte Truppe, was uns mit schönen Spielzügen und Toren gut gelungen ist", freute sich TSV-Coach Sepp Staltmayer über dieses Erfolgserlebnis nach sechs Niederlagen am Stück. Die 320 Fans sahen schließlich ein ausgeglichenes finales Drittel, in dem die Oberbayern durch Höfler (48.) und Malzatzki (60.) nachlegten und die Kissinger Wölfe Ergebniskorrektur betrieben in Person von Eugen Nold (43.) und Anton Seewald (56.).

Aufgrund des Cypas-Ausfalls deutete sich im Verlauf des Samstags ein überraschendes Comeback für das Klostersee-Spiel an. Es verdichteten sich die Vorzeichen für einen Einsatz von Roman Nikitin, der in dieser Saison aufgrund der Ausländerregelung keine Option war, aber durch die frei gewordene Kontingentstelle eben in den Kader rücken könnte.

Quelle: Infranken.de Jürgen Schmitt

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Saison: 2019/2020

1. Mannschaft Saison 2019/2020

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30  Benni Dirksen (DEU)
(T) # 82  Lars Torben Franz (DEU)
(T) # tbd Lukas Haack (DEU)

(V) # 19  Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79  Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21  Jona Schneider (DEU)
(V) # 28  Tilmann Pfister (DEU)
(V) # 88 Pascal Heps (DEU)
(V) #  3
(V) # 29
(V) # 10
 
(S) # 78  Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 81  Jakub Revaj (DEU)
(S) # 23  Semjon Bär (DEU)
(S) # 97  Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 09  Jamie Akers (DEU)
(S) # 75  Martin Schuler (DEU)
(S) #  8   Roman Nikitin
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 17
(S) # 13
(S) # 26
(S) # 71
(S) #  7
(S) # 27
(S) # tbd
(S) # tbd


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Aufstiegrunde Oberliga SÜD 2018/2019

PTeamPtk
1 SC Riessersee 46
2 EV Füssen 36
3 HC Landsberg 35
4 TEV Miesbach 33
5 EHC Klostersee 28
6 EC Kissinger Wölfe 25
7 EHC Königsbrunn 19
8 TSV Erding 18
9 EHC Waldkraiburg 18
10 TSV Peißenberg 12

Bayernliga 2018/19

PTeamPtk
1 EV Füssen 55
2 HC Landsberg 51
3 TSV Erding 51
4 EC Kissinger Wölfe 45
5 TEV Miesbach 44
6 EHC Königsbrunn 44
7 TSV Peißenberg 43
8 EHC Klostersee 43
9 EHF Passau 36
10 ESC Geretsried 33
11 EA Schongau 30
12 ERV Schweinfurt 29
13 ESC Dorfen 28
14 EV Pegnitz 14

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