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Keine Sicht und auch keine Punkte für die Wölfe

The Fog - Nebel des Grauens -

Keine Sicht und auch keine Punkte für die Wölfe

Die Kissinger kassieren beim EA Schongau eine ebenso ärgerliche wie denkwürdige Niederlage.

Schlechte Sicht und schlechtes Eis: Am Rande des Abbruchs stand die Partie der Kissinger Wölfe in Schongau.Foto: Ralph Kiesel

EA Schongau - Kissinger Wölfe 5:4 (1:2, 2:1, 2:1).

Um 3.30 Uhr in der Nacht war Michael Rosin wieder zu Hause. Ohne Punkte, aber um Erlebnisse reicher, auf die der Vorsitzende der Kissinger Wölfe freilich gerne verzichtet hätte. Es war ein denkwürdiger Abend, der konsternierte, aber auch wütende Saalestädter zurückließ. Und das nach dieser Euphorie vom Freitagabend, als dem Aufsteiger zum Auftakt in die Bayernliga-Saison ein 5:2-Sieg über hoch gewettete Landsberger gelang. Zeitgleich hatten die "Mammuts" ihr Spiel mit 2:3 nach Verlängerung beim ESC Dorfen verloren, was den Optimismus der Unterfranken zusätzlich steigerte. "Wir waren schon um 14.30 Uhr in Schongau, um dann das Drama vor Ort mitzubekommen", sagte Rosin zu den Problemen mit der Kühlanlage vor Ort, die offenbar schon am Vormittag aufgetreten waren. Die Folge: Ein großer Riss auf dem Eis, der den Blick auf den nackten Beton ermöglichte.

"Das Eis konnte gar nicht mehr richtig festfrieren und war entsprechend stumpf", sagte Rosin. Ein Anruf am Morgen in Bad Kissingen, und das Spiel hatte verlegt werden können, aber zu dieser Entscheidung konnten sich die Oberbayern nicht durchringen. Lange war nicht klar, ob das Spiel in der auf einer Seite offenen Eishalle überhaupt würde stattfinden können. Mit Unterstützung der Feuerwehr und unter dem Einsatz von Stickstoff machte man sich an die Eisaufbereitung, weshalb das Spiel nicht um 17 Uhr, sondern erst mit über 90-minütiger Verzögerung angepfiffen wurde.

Verschärft wurden die skandalösen Umstände durch auftretenden Bodennebel, der für extrem schlechte Sichtverhältnisse sorgte, unter denen vor allem die Goalies beider Mannschaften zu leiden hatten. Und was dazu führte, dass die zweite Drittelpause tatsächlich um einige Minuten vorgezogen wurde - was durch das Regelwerk abgedeckt ist. Schlechte Sicht hatte am Sonntag übrigens in Passau zu einer Spielabsage geführt.


Lange die bessere Mannschaft


Den besseren Start hatten vor 150 Zuschauern, darunter eine Handvoll aus der Kurstadt, die Gäste mit dem Führungstreffer durch Adrian Persch (6.), ehe Wölfe-Verteidiger Tim Dreschmann sogar auf 2:0 für die Gäste stellte (9.). In Überzahl verkürzten die Schongauer durch Fabian Magg (12.) und kamen im Mitteldrittel zum Ausgleich durch Jakub Muzik (35.) und zur ersten Führung durch den Rückhandschuss von Milan Kopecky (37.). Absolut verdient aber das 3:3 durch Verteidiger Kristers Freibergs (38.). "Zu diesem Zeitpunkt hätten wir eigentlich führen müssen, die Chancen dafür waren da", haderte Michael Rosin.

Der Mammuts-Treffer von Friedrich Weinfurtner (40.) und das vierte Tor der Gäste durch Anton Seewald (54.) hätten die Verlängerung bedeutet, die dem Spielverlauf entsprochen hätte. "Aber dann haben die Schiedsrichter komplett den Überblick verloren. Klar, einige Strafen kann man geben, einige aber ganz gewiss nicht", sagte Michael Rosin zur Dauer-Unterzahl in der Schlussphase, die den Lechstädtern den Siegtreffer durch Fabian Magg in einer 5:3-Überzahl ermöglichte (58.). Am Ende standen den acht Schongauer Strafminuten gleich 26 der Gäste gegenüber - mit allein fünf Hinausstellungen in den letzten acht Minuten.

Kein Vorwurf vom Boss

"Kein Vorwurf an die Mannschaft, die vernünftig gespielt hat. Aber unter dem Strich sind das verschenkte Punkte", so Rosin. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Kissinger Wölfe am Freitag auf eigenem Eis gegen Passau, ehe es am Sonntag zum EHC Klostersee geht. Dann hoffentlich mit dem zweiten Kontingentspieler - und bei klarer Sicht.

Quelle: Saalezeitung Jürgen Schmitt

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Kissinger Wölfe sorgen für einen Paukenschlag

Saisonauftakt Bayernliga im Wolfsbau

Kissinger Wölfe sorgen für einen Paukenschlag

Im ersten Saisonspiel überrumpeln die Saalestädter die Landsberg Riverkings.

Eine Bank zwischen den Pfosten: Kissingens Goalie Benni Dirksen, hier in Aktion gegen den Landsberger Tyler Wiseman. Links im Bild: Simon Eirenschmalz und Tim Dreschmann (Nr. 67). Foto: Hopf

Kissinger Wölfe - Landsberg Riverkings 5:2 (2:1, 2:1, 1:0).

Es war ein Abend der Superlative. Ein Spielfilm mit Überlänge, ohne jede Langeweile. Sieben Tore, reichlich Strafzeiten, Schiedsrichter-Diskussionen sowie eine Keilerei sorgten in den fast 150 Minuten für einen extrem hohen Unterhaltungswert. Dass die Kissinger Wölfe ihr Auftaktspiel gegen den haushohen Favoriten auch noch gewannen, machte die Glückseligkeit auf den Rängen perfekt.

"Das hätte auch andersrum ausgehen können. Das war ein schnelles Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Ich hatte einen guten Tag, war gut drauf. Das hat viel Spaß gemacht", sagte hernach Benni Dirksen, der im Tor der Saalestädter ein überragendes Spiel machte, sich auch vom frühen Rückstand nicht beirren ließ, als Tyler Wiseman (4.) in Überzahl für Landsberg getroffen hatte. Eine verdiente Führung der Oberbayern, die stark begannen, vor allem mehr Geschwindigkeit und Handlungsschnelligkeit aufs Eis brachten.

Schon möglich, dass sich die Oberbayern etwas zu sicher fühlten, denn auf die überragende Reaktion der Unterfranken wussten die Gäste keine Antwort. Christian Masel gelang nach der Vorarbeit von Kristers Freibergs und Eugen Nold zügig der Ausgleich (8.); erst recht tobte die Halle, als der prächtig aufgelegte Anton Zimmer, der zuvor schon den Pfosten getroffen hatte, die Wölfe unmittelbar vor Drittelende erstmals in Führung brachte nach Assists von Anton Seewald und Mikhail Nemirovsky. Ungläubiges Kopfschütteln bei den Fans, die weiter verwöhnt wurden mit einem hochklassigen Mitteldrittel. Entsprechend bedient war Randy Neal. "Bad Kissingen mit seinem sehr guten Torwart war insgesamt die hungrigere Mannschaft, die hart gearbeitet und ihre Chancen genutzt hat. Wir waren nicht bereit, schlecht und unkonzentriert. Da gibt es nichts zu entschuldigen", sagte der HC-Trainer in der Pressekonferenz. Wieder begannen die Landsberger stark, wieder bissen die Wölfe zurück, diesmal mit Treffern von Kevin Marquardt (29.) und nur fünf Sekunden (!) später von Anton Zimmer.

Schwaches Überzahlspiel

Den vorzeitigen Knockout verpassten die Saalestädter allerdings durch schwache Überzahlspiele, um in eigener Unterzahl den zweiten Gegentreffer zu kassieren, erzielt vom eher blassen Ex-Schweinfurter Marcel Juhasz (39.). "Wir haben zu viele und auch blöde Strafen kassiert, die uns das Leben unnötig erschwert haben. Aber wir haben gezeigt, dass man uns nicht unterschätzen darf. Auf diese Leistung kann man aufbauen", sagte Benni Dirksen, dessen Team kurz vor Drittelende fast durchweg in Unterzahl spielte.

"Bei so vielen Emotionen ist es schwierig, ruhig zu bleiben. Du willst gewinnen für die Mannschaft und für die Fans. Klar müssen Konzentration und Disziplin stimmen, und im Überzahlspiel muss der Puck schneller laufen, aber unter dem Strich bin ich mit der Leistung meiner Jungs absolut einverstanden", fand Spielertrainer Nemirovsky, der seine Mitspieler immer wieder gewitzt und gekonnt in Szene setzte.

Den einzigen Treffer im Schlussdrittel erzielte der später zum Spieler des Abends gewählte Anton Seewald (43.) im Nachstochern. Frustrierte Landsberger setzten fortan auf Provokation und Härte, aber trotz diverser Überzahlspiele sollte den Gästen kein Treffer mehr gelingen. "Wir hatten das Glück des Tüchtigen. Wer beim Stand von 4:2 das nächste Tor schießt, hält alle Fäden in der Hand, und wir haben das Tor gemacht. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung; ich warne aber vor zu viel Euphorie", sagte der erst vor wenigen Tagen vom Bundeswehr-Einsatz in Mali heimgekehrte Wölfe-Vorsitzende Michael Rosin, der in Sachen zweiter Kontingentspieler im Lauf der Woche Vollzug melden will. "Das wird auf jeden Fall eine Bereicherung sein für das Bad Kissinger Eishockey." Ferner stehen auch zwei Spieler mit deutschem Pass noch auf den Wunschzettel von Nemirovsky, der das Wechselfenster bis zum 15. Oktober als viel zu klein erachtet. "Das ist nur in Bayern so. Wenn sich jemand verletzt, kannst du nicht mehr reagieren. Für mich ist das auf diesem Niveau eine dumme Regel."

Quelle: Saalezeitung Jürgen Schmitt

Link zur Pressekonferenz

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Vorbereitungsrunde zur Bayernliga - Bad Kissingen - Hassfurt

Vorbereitungsrunde zur Bayernliga - Bad Kissingen - Hassfurt

Neue Qualitäten der Kissinger Wölfe

Interessante Testspieler, Überzahltore und ein fast zweistelliger Sieg über Haßfurt.

Bad Kissingens Anton Zimmer stellt geschickt seinen Körper zwischen Puck und den Haßfurter Marco Hildenbrand. Foto: Hopf

Kissinger Wölfe - ESC Haßfurt 9:4 (4:2, 3:1, 2:1).

Dunkle Gestalten huschten auf leisen Sohlen durch die stockdunkle Nacht. Auslaufen fast zur Geisterstunde. Für Mikhail Nemirovsky eine Selbstverständlichkeit. "Ein bisschen Laufen oder Gymnastik vor und nach dem Spiel, das würde ich mir von jedem meiner Spieler wünschen. Das gehört für mich dazu, wenn man diesen SportIntersport Wohlleben – Alles für deinen Sport! liebt", sagte der Trainer der Kissinger Wölfe einen Tag später im Rückblick auf den deutlichen Testspielsieg über den Landesligisten, der freilich Bayernliga-Qualität hat angesichts der Individual-Künstler in Reihen der "Hawks", selbst wenn Top-Stürmer Michal Babkovic nicht im Kader der Gäste stand. Den ersten Testspiel-Vergleich hatten die Mainfranken noch mit 4:3 für sich entschieden, beim Rückspiel an der Saale setzte es eine deutliche Niederlage vor immerhin fast 300 Zuschauern.

Im falschen Film?

Die ESC-Fans mussten sich im falschen Film wähnen, als die Kurstädter nach nicht einmal zehn Minuten bereits mit 3:0 führten durch Treffer von Anton Seewald (4.), Kevin Marquardt (8.) und Semjon Bär (10.). Haßfurt fand ins Spiel zurück mit Toren von Jan Trübenekr (15.) und Jakub Sramek (18.), dazwischen hatte Christian Masel (16.) auf 4:1 für die Wölfe gestellt, die sich für diesen Abend kurzfristig verstärkt hatten mit dem tschechischen Verteidiger Tomas Prokop, der ebenso zur Probe vorspielt wie Vasili Aniskin in seinem zweiten Spiel für die Wölfe. "Das war gut, aber es war nicht super. Ein Kontingentspieler muss Extraklasse sein und seine Mitspieler führen", sagte Nemirovsky zum Auftritt des Duos. Und schloss weitere Testspieler bis zum Saisonbeginn am 5. Oktober mit dem Heimspiel gegen den HC Landsberg nicht aus, "weil wir für die Bayernliga dauerhaft ein höheres Niveau anbieten müssen als in den vergangenen Jahren."

Malocher am Werk

Aufgrund der (freiwilligen) Beschränkung auf zwei Kontingentspieler sind im Team der Wölfe nicht mehr die Fülle an Ausnahmespielern zu finden. Kein Kiselev, kein Zaitsev oder Grönstrand. Dafür aber harte Arbeiter, die der 43-Jährige weiter formen will. "Der Test gegen Haßfurt war in Ordnung, aber bis zum Saisonstart müssen wir weiter zusammenwachsen, schneller spielen, schneller reagieren", sagt Nemirovsky.

Das Mitteldrittel hatte begonnen mit einem Gegentreffer durch Sramek in Kissinger Überzahl, die anschließend zu Toren von Simon Eirenschmalz (31.), Anton Seewald (36.) und Kristers Freibergs (38.) genutzt wurde, weil sich die Haßfurter einige Undiszipliniertheiten zu viel geleistet hatten.

Anton Seewald (47.) in Unterzahl und Simon Eirenschmalz (59.) würzten aus Bad Kissinger Sicht das letzte, eher ereignisarme Schlussdrittel. Dass die "Hawks", die erneut durch Trübenekr Ergebniskosmetik betrieben (41.), nicht zweistellig im Wolfsbau untergingen, lag an der starken Leistung von Timo Jung, der in der Vorsaison noch bekanntlich als Backup-Goalie von Donatas Zukovas im Wölfe-Dress spielte. Eine Rolle , die aktuell vom jungen Lars-Torben Franz ausgefüllt wird. Auch für diese Position erhoffen sich die Kissinger Wölfe bis Saisonstart wieder einen dritten Mann. Die Einladung zum Auslaufen steht bereits.

Quelle: Saalezeitung Jürgen Schmitt

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Saison: 2018/2019

1. Mannschaft Saison 2018/2019

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30 Benny Dirksen (DEU)
(T) # 82 Lars Torben Franz (DEU)
(T) #


(V) # 19 Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79 Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21 Jona Schneider (DEU)
(V) #  3  Kristers Freibergs (LVA)
(V) # 67 Timm Dreschmann (DEU)
(V) # 84 Maris Lescovs (LET)

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 13 Eugen Nold (DEU)
(S) # 26 Christian Masel (DEU)
(S) # 17 Anton Seewald (DEU)
(S) # 81 Jakub Revaj (DEU)
(S) # 75 Martin Schuler (DEU)
(S) # 91 Semjon Bär (DEU)
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 97 Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 93 Adrian Persch (DEU)
(S) #   8 Roman Nikitin (DEU/LVA)
(S) # 88 Jonas Manger (DEU)
(S) #
(S) #

Betreuer:

Nico Achilles
Daniel Wehner
Freddy "das Tier" Schaupp

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