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Die Kissinger Wölfe schlagen den Altmeister

Mit einem furiosen Start legen die Saalestädter den Grundstein zum hohen Sieg über den EV Füssen.

Ein Tänzchen vor toller Kulisse: Anton Zimmer (links) und Anton Seewald gehörten zu den Torschützen der Kissinger Wölfe. Foto: Hopf

EC Kissinger Wölfe - EV Füssen 7:2 (5:0, 0:2, 2:0).

Was für ein Wochenende für das Bad Kissinger Eishockey. Erst der Auftritt im Olympia-Eissport-Zentrum mit der 2:4-Niederlage gegen den SC Riessersee, dann das Heimspiel gegen den EV Füssen. Zwei Traditionsvereine und ehemalige deutsche Meister. Aber gefühlsduselig wurde Michael Rosin deswegen noch lange nicht. "Egal, welche Mannschaft auf der anderen Seite steht, da gibt es keinen Respekt. Sobald die Scheibe eingeworfen wird, heißt es Vollgas. Wer das nicht kapiert, hat auf dem Eis nichts verloren", sagte der Wölfe-Vorsitzende.

Der 5:2-Erfolg am Freitag über den bislang so starken EHC Klostersee war der vierte Sieg in Serie für die Allgäuer, die auch die beiden bisherigen Saisonspiele gegen die Unterfranken für sich entschieden hatten. Und sich am Sonntag womöglich im falschen Film wähnten angesichts der fünf Gegentreffer im Auftaktdrittel vor der tollen Kulisse von fast 500 Zuschauern.

Beseelt ging es für die Fans jedenfalls in die erste Pause aufgrund der unerwarteten Torflut, die Christian Masel (4.) eingeleitet und kurz vor der Sirene auch gestoppt hatte (20.). Spektakulär anzusehen war der zweite Wölfe-Treffer durch den Sololauf von Verteidiger Domantas Cypas (5.), ehe Jakub Revaj (15.) und Anton Zimmer (18.) nachlegten.

"Im ersten Drittel waren war die dämlichere, dann die bessere und am Schluss die unglücklichere Mannschaft", analysierte EV-Trainer Andreas Becherer in der Pressekonferenz. Und wollte auch den folgenden Goalie-Wechsel nicht überhöhen, "weil mir bestimmt 15 andere Dinge einfallen, die bei uns nicht gepasst haben. Unseren Torwart trifft da sicher keine Schuld."

Im Mittelabschnitt rückte dennoch Benedikt Hötzinger für Maximilian Meier zwischen die Füssener Pfosten, der in den nächsten 20 Minuten starke Aktionen hatte in den Duellen mit Christian Masel, Anton Zimmer und Mikhail Nemirovsky. Gejubelt wurde stattdessen zweimal im Fanblock der Gäste, die durch Maximilian Dropmann (28.) und Marc Besl (33.) ihre kleine Chance auf ein Erfolgserlebnis wahren konnten. Ein Zwischenstand, mit dem die Unterfranken gut leben konnten angesichts der zwei Pfostentreffern des Gegners. "Im letzten Drittel haben wir uns wieder gefangen, die Scheibe Richtung Füssener Tor gebracht und letztendlich clever gespielt", sah Michael Rosin die nötige Leistungssteigerung seiner Mannschaft, die im Vergleich zum Freitagsspiel zumindest wieder auf Stürmer Igor Filobok zurückgreifen konnte.

Für die Entscheidung sorgte Kapitän Eugen Nold nach einer wunderbaren Kombination über Christian Masel und Igor Filobok, was die Wölfe-Fans mit "Oh-wie-ist-das-schön-Gesängen" feierten, ehe Anton Seewald per Empty-Net-Goal zum Endstand traf.

"Wenn man zwei Drittel gut spielt, hat man zumindest einen Punkt verdient, aber nicht nach so einem Start. Das ist super ärgerlich für uns, aber die ersten 20 Minuten waren wir gedanklich wohl noch im Bus", bilanzierte Andreas Becherer, der die unerwartet hohe Pleite dennoch sehr sportlich nahm, "weil wir alles Menschen sind, die nun mal Fehler machen."

Nach dem ersten Drittel der Aufstiegsrunde liegen die personell so gebeutelten Saalestädter fast sensationell auf den dritten Platz und gehen mit frischem Selbstbewusstsein ins Heimspiel am Freitag gegen den EHC Königsbrunn, ehe am Sonntag die Reise nach Miesbach ansteht.

Link zur Pressekonferenz

Quelle: Infranken.de Jürgen Schmitt

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Kissinger Wölfe schlagen sich achtbar

Knappe Niederlage mit nur elf Feldspielern beim Top-Favoriten SC Riessersee.

SC Riessersee - Kissinger Wölfe 4:2 (3:0, 1:0, 0:2).

Ein Erlebnis, ja gewiss. Aber irgendwie auch ein zweifelhaftes Vergnügen. Ergebnistechnisch hatten sich die Kissinger Wölfe überaus achtbar geschlagen gegen den Top-Favoriten der Aufstiegsrunde. Der stand in der vergangenen Saison schließlich noch im DEL2-Finale, wurde aber aufgrund einer Insolvenz in die Oberliga zwangsversetzt und muss als weitere sportliche Strafe nun um den Klassenerhalt spielen, obwohl die Werdenfelser die reguläre Runde als Tabellenvierter abgeschlossen hatten. Sportliche Top-Qualität stand da also dem Bayernliga-Aufsteiger aus Unterfranken gegenüber im riesigen Olympia-Eissportzentrum von Garmisch-Partenkirchen, das mit knapp 900 Zuschauern nur spärlich gefüllt war. Darunter immerhin etwa 30 Fans aus der Kurstadt, die die weite Reise tief in den Süden des Freistaats angetreten hatten. Und die einen Blitzstart des Gegners zu sehen bekamen mit schnellen Treffern von Martin Naenfeldt, Silvan Heiß und Anton Radu.

Es war der erwartete Klassenunterschied, von dem später auch Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin sprechen sollte. Keine Überraschung, zumal die Gäste neben den verletzten Jona Schneider und Adrian Persch auch auf Igor Filobok (Beruf) sowie Kevin Marquardt verzichten mussten, bei dem verspätet eine Kahnbein-Fraktur festgestellt wurde, die das Saisonaus bedeuten könnte. Elf Feldspieler konnten die Saalestädter nur noch aufbieten. Die SC-Cracks dominierten auch das Mitteldrittel und stellten durch Moritz Miguez problemlos auf 4:0. Wölfe-Goalie Benni Dirksen verhinderte einen höheren Rückstand und blieb im letzten Drittel sogar ohne Gegentreffer, während Anton Seewald und Anton Zimmer mit einem Doppelschlag für die erfreuliche Ergebniskorrektur sorgten nach den Assists von Eugen Nold und Spielertrainer Mikhail Nemirovsky.

Es waren nach fünf torlosen Dritteln - nach der 0:6-Niederlage beim EHC Klostersee - zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den EV Füssen die erhofften Erfolgserlebnisse in einem bemerkenswert fairen Spiel mit nur vier Strafminuten gegen die Wölfe. Spieler von George Kink saßen kein einziges Mal auf dem Sünderbänkchen, auch das ist ein Zeichen von Qualität.

Link zur Pressekonferenz

Quelle: Infranken.de Jürgen Schmitt

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Aller Anfang ist rutschig bei den Jungwölfen

Nach einer Durststrecke Mitte der 2000er-Jahre läuft es in der Jugendarbeit der Kissinger wieder.

Möchtest Du Eishockeyspielen, aber kannst noch nicht Schlittschuh laufen? Das macht nichts! In unserer Laufschule zeigen wir Dir, wie es richtig funktioniert!

Zu Gast beim Eishockey-Training der Jungwölfe im EC Bad Kissingen. Fotos:Steffen Standke

Plumms! Da liegt er, der kleine Emilio. So recht wollen die Schlittschuhe dem Fünfjährigen aus Waldfenster nicht gehorchen. Immer wieder strauchelt er, gleitet aus, schlägt hin, rappelt sich wieder hoch. Kein Wunder: Emilio steht erst das zweite Mal im Leben auf Kufen. Aller Anfang ist bekanntlich schwer.

Der Fünfjährige wollte unbedingt wissen, wie es sich beim Eishockey anfühlt, erzählt seine Mutter Katharina Beck. Angestachelt worden sei er von seinem Cousin Julien, der mit zarten vier Jahren schon einer Nachwuchsgruppe bei den Kissinger Wölfen angehört. Beck, selbst eishockeybegeistert, wollte ihrem Sohn seinen Wunsch erfüllen. Und fuhr mit ihm am vergangenen Dienstagnachmittag zur Bad Kissinger Eishalle.

Bei den Kissinger Wölfen können schon Vierjährige mit der Laufschule beginnen, berichtet der Vereinsvorsitzende Michael Rosin. Wenn die Kleinen sich einigermaßen stabil auf dem Eis halten, lernen sie, sich mit dem Schläger in der Hand und dem Puck zu bewegen. All das geschieht noch ohne Körperkontakt und die für diesen Sport typische Härte. Der Spaß steht im Vordergrund.

Doch schon die Unter-Siebenjährigen können neben dem Training Freundschaftsspiele gegen andere U7-Teams bestreiten. Das schule die spielerischen und motorischen Fähigkeiten, sagt Rosin "Wir wollen die Kids vom Ofen weglocken und sie in Bewegung bringen. Natürlich wissen wir nicht, ob auch wirklich alle dabeibleiben." Während Emilio, unterstützt von Trainer Jens Kaesler, die ersten Schritte auf Kufen wagt, gleitet Cousin Julien mit dem Schläger in der Hand schon recht sicher, wenn auch etwas unrund, übers Eis. Seit Dezember gehört er der Laufschule an.

Die leitet an diesem Tag der Vereinsvorsitzende höchstselbst. Michael Rosin zeigt den Kleinen, wie sie in der Grundstellung mit leicht gespreizten Beinen und angewinkelten Knien stabil stehen. Er übt mit ihnen Drehungen, wie sie richtig fallen und aufstehen, richtig gleiten, damit sie sich später im Spiel nicht verletzen. Seine Schüler schieben mit dem Schläger auch schon kleine Kart-Gummireifen übers Eis, versuchen, ihnen auszuweichen, wenn sie in ihre Richtung geschossen werden.

Die meisten Mädchen und Jungs machen eifrig mit; einigen fehlt aber Konzentration und Durchhaltevermögen. Michael Rosin führt die Übungen geduldig vor; lässt aber auch den nötigen Zug walten, wenn es nötig ist. Und er achtet darauf, dass die Schlittschuhe richtig gebunden sind. Anfangs stellt der Verein die Ausrüstung; später müssen die Eltern sie selbst kaufen. Was nicht ganz billig ist.

Im Jahr 2006 wurde die Bad Kissinger Eishalle wegen Einsturzgefahr des Daches für zwei Jahre gesperrt und saniert. Ein schwerer Schlag für die bis dahin florierende Jugendarbeit des Eishockey-Clubs. Denn entweder wechselten die Nachwuchsspieler zu anderen Vereinen oder hörten ganz auf. Nach der Wiedereröffnung der Halle gab es zwar wieder Jugendarbeit; aber es fehlten zunächst die Kinder. Erst seit ca. 4 Jahren verspüren die Eishockey-Verantwortlichen in Bad Kissingen wieder einen kleinen Boom. "Allein in den letzten drei Wochen sind etwa 20 Kinder dazugekommen", sagt Michael Rosin. Doch natürlich sei der Nachwuchs noch zu jung, um in den Erwachsenen-Spielbetrieb eingreifen zu können.

Der Bayerische Eishockeyverband schreibt vor, dass die Vereine neben ihrem Bayernliga-Männerteam drei Jugendmannschaften in Eigenregie unterhalten müssen. Das tun die Kissinger Wölfe mit ihrer U9, U11 und U13, letztere als Spielgemeinschaft mit Haßfurt. Diese Mannschaften trainieren mindestens dreimal die Woche, jeweils eine- bis eineinhalb Stunden. Plus Spiele.

Gerade saust die U9 übers Eis, dem Puck nach. Ihre Bewegungen wirken schon recht flüssig; Schulter an Schulter jagen sie der Scheibe hinterher. "Das sind gute Mädels und Jungs. Sie haben schon mehrere Spiele gewonnen", sagt Trainer Valerij Dancov stolz. In diesem Alter geht es vor allem um die Motorik, um Reaktionsschnelligkeit. Aber auch um das Laufen mit dem Puck, das Verteidigen der Scheibe, das Schießen. Doch auch wenn manche Duelle umkämpft aussehen: "Checks sind bis zum Alter von 15 Jahren im Eishockey verboten", so Dancov. Erst ab dem Junioren-Bereich komme die körperliche Härte hinzu.

Es kommt nicht selten vor, dass Michael Rosin U9-Spieler in seine Stammmannschaft, die U11, heraufzieht. Dort ist die Zeit auf dem Eis länger, die Anforderungen sind noch höher, das Training damit anstrengender. Die U11 übt schon das Zusammenspiel, bestimmte Spielzüge und Taktiken. Rosin hat in den vergangenen zwei bis drei Jahren eine Qualitätssteigerung bei den Jugend-Teams festgestellt. "Die Niederlagen waren zu Beginn recht hoch. Das hat sich geändert." Ob der fünfjährige Emilio längerfristig Spaß am Eishockey findet oder gar Profispieler wird, kann heute niemand ernsthaft sagen. Aber die ersten Schritte: Die sind getan.

Weitere Fotos auf InFranken.de

Termine für die Laufschule

Die Laufschule der Kissinger Wölfe findet zu folgenden Zeiten statt:

WANN: Dienstags: Treffpunkt: 16:30 Uhr / Eistraining 16:45 bis 17:45 Uhr

WO: Eissporthalle Bad Kissingen

Wir nehmen zu jeder Zeit in der Saison (September  bis März) neue Kinder auf!

Bitte melde Dich vorher kurz telefonisch unter 0151 19684967 oder per E-Mail an (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!/Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

Die Laufschule findest Du in der Eishalle Bad Kissingen, Oskar-von-Miller-Straße 9.

Bitte benutze den Seiteneingang der Eishalle. Dort wirst Du erwartet. Unsere Trainer und Betreuer freuen sich auf Dich! 

Für das Training auf dem Eis brauchst Du folgende Ausrüstung:
  • Ski- oder Regenhose
  • Jacke
  • Knie- und Ellenbogenschoner*
  • Schlittschuhe*
  • Eishockeyhelm*
  • wasserfeste Handschuhe
  • Trinkflasche

 *Ausrüstung kann falls nicht vorhanden gegen eine Leihgebühr vom Verein gestellt werden.

 Kinder , die an der Laufschule teilgenommen haben, erhalten einen Eishockeyschläger geschenkt!

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Spiel Kalender

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  • - Auswärts

Saison: 2018/2019

1. Mannschaft Saison 2018/2019

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30 Benny Dirksen (DEU)
(T) # 82 Lars Torben Franz (DEU)

(V) # 19 Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79 Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21 Jona Schneider (DEU)
(V) #  3 Kristers Freibergs (LVA)
(V) # 29 Domantas Cypas (LTU)

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 13 Eugen Nold (DEU)
(S) # 26 Christian Masel (DEU)
(S) # 17 Anton Seewald (DEU)
(S) # 81 Jakub Revaj (DEU)
(S) # 75 Martin Schuler (DEU)
(S) # 91 Semjon Bär (DEU)
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 97 Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 93 Adrian Persch (DEU)
(S) # 94 Jörg "Igor" Filobok (DEU)
(S) # 89 Maxim Kryvorutskyy (DEU)
(S) # 8 Roman Nikitin (LVA)

Betreuer:

Nico Achilles
Daniel Wehner
Freddy "das Tier" Schaupp

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  • Spieltag

Aufstiegrunde Oberliga SÜD 2018/2019

PTeamPtk
1 SC Riessersee 46
2 EV Füssen 36
3 HC Landsberg 35
4 TEV Miesbach 33
5 EHC Klostersee 28
6 EC Kissinger Wölfe 25
7 EHC Königsbrunn 19
8 TSV Erding 18
9 EHC Waldkraiburg 18
10 TSV Peißenberg 12

Bayernliga 2018/19

PTeamPtk
1 EV Füssen 55
2 HC Landsberg 51
3 TSV Erding 51
4 EC Kissinger Wölfe 45
5 TEV Miesbach 44
6 EHC Königsbrunn 44
7 TSV Peißenberg 43
8 EHC Klostersee 43
9 EHF Passau 36
10 ESC Geretsried 33
11 EA Schongau 30
12 ERV Schweinfurt 29
13 ESC Dorfen 28
14 EV Pegnitz 14

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