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Anton Seewald schießt die Löwen ab

Die Kissinger Wölfe gewinnen auch das Rückspiel gegen Oberligist EHC Waldkraiburg.

Der stürmende Verteidiger: Kissingens Kristers Freibergs hat alle Waldkraiburger und auch seine Mitspieler abgehängt. Foto: Hopf

Kissinger Wölfe - EHC Waldkraiburg 6:4 (2:2, 2:2, 2:0).

Schon verrückt. Da gewinnen die Kissinger Wölfe gegen einen Oberligisten - und es fühlt sich irgendwie normal an. Und das, obwohl sich die Unterfranken in dieser Bayernliga-Saison ja immer noch als Aufsteiger der starken Konkurrenz stellen. Aber das Publikum wird in dieser Spielzeit eben auf hohem Niveau verwöhnt. Jeder Sieg bleibt etwas Besonderes, aber solch besondere Momente gab es eben zuhauf, was eine Form von Alltäglichkeit in den Wolfsbau gebracht hat. 300 gut gelaunte Fans wollten am Freitagabend den zweiten Vergleich der Wölfe gegen die Löwen aus dem Alpenvorland sehen.

Den Abstieg akzeptiert?
Auf Revanche waren die Gäste aus, die das Hinspiel mit 2:3 verloren hatten. Zu einer Zeit, als reichlich Unruhe beim EHC Waldkraiburg herrschte mit diversen Abgängen und einem nervösen Umfeld. Mittlerweile scheinen die Oberbayern den möglichen Abstieg in die Bayernliga akzeptiert haben, um eine Liga tiefer den in Schieflage geratenen Verein wieder zu konsolidieren. Erst zur Verzahnungsrunde hatte Ex-Spieler Alex Piskunov das Traineramt übernommen. Und der wollte nach der neuerlichen Niederlage nicht zu hart ins Gericht gehen mit seiner Mannschaft, die nur drei Verteidiger im Aufgebot und mangels Personal sogar einen Juniorenspieler im Aufgebot hatte. Aber, auch das gehört zur Wahrheit, immer noch einen Spieler mehr zur Verfügung als der Gegner. "Wir haben ein bis zum Schluss spannendes Spiel gesehen, in dem meine Mannschaft gekämpft und alles gegeben hat. Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte also Piskunov in der Pressekonferenz.

Stimmt. Spannend war es. Weil die Kissinger Wölfe ihren Kontrahenten immer wieder zum Toreschießen einluden. "Wir haben druckvoll angefangen, es aber verpasst, im richtigen Moment nachzulegen, stattdessen vier Geschenke verteilt", sagte Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin. Die Saalestädter begannen das torreiche Spiel mit dem Führungstreffer von Anton Seewald (6.), der später zum Matchwinner befördert werden sollte: ein genialer Konter mit einem nicht minder genialen Pass von Verteidiger Simon Eirenschmalz. Es folgten weitere gute Gelegenheiten für Seewald und Marc Hemmerich, aber auch der Ausgleich durch Michael Rimbeck (13.). Und in diesem Stil sollte es weitergehen. Herrlich anzusehen war auch das 2:1 durch Domantas Cypas (14.) nach den Assists von Seewald und Anton Zimmer, ehe Waldkraiburg erst einen Pfostenschuss abfeuerte, dann erneut jubelte, als Bobby Chaumont zuschlug (18.). Ärgerlich, dass den Wölfen kurz vor Drittelende nach einem Foul an Christian Masel kein Penalty zugesprochen wurde. Nicht die einzige umstrittene Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns, was Rosin in der Pressekonferenz deutlich ansprach.

Auch der Mittelabschnitt endete remis: Für die Hausherren hatte zweimal der unwiderstehliche Anton Seewald (25., 35.) getroffen, zweimal Povilas Verenis (28., 37.) für die Waldkraiburger egalisiert. Eher schmeichelhaft für die Gäste angesichts der vergebenen Hochkaräter von Mikhail Nemirovsky, Eugen Nold, Marc Hemmerich und Anton Seewald. Erfolgreicher verteidigt wurde dafür im letzten Abschnitt, in dem Wölfe-Goalie Benni Dirksen nicht mehr bezwungen wurde. Zwar hatten die "Löwen" von der blauen Linie eingenetzt, doch dem Treffer ging eine Abseitsposition voraus. Es wäre der fünfte Ausgleich an diesem Abend gewesen, denn zuvor hatte Spielertrainer Nemirovsky (42.) die abermalige Führung seiner Mannschaft erzielt, ehe Anton Seewald per Empty-Net-Goal mit seinem vierten Treffer zum Endstand traf. "Am Schluss haben wir verdient gewonnen mit einem bärenstarken Anton Seewald. Das Spiel war für uns sehr wichtig nach den Punktverlusten in den Spielen zuvor", bilanzierte Michael Rosin diesen unterhaltsamen Abend, der Lust auf weitere Auftritte der Wölfe machte. Viele werden es in dieser Runde freilich nicht mehr sein.

Quelle: Infranken.de Jürgen Schmitt

Link zur Pressekonferenz

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Eishockey-Camp ausschließlich für Mädchen

Die Kissinger Wölfe unterstützen die deutsche Ausgabe des "Global Girls Games".

In der Bad Kissinger Eishalle findet am Sonntag wieder die deutsche Ausgabe des "Global Girls Games" statt.ssp

Am Sonntag, 17. Februar 2019, findet in der Eishalle Bad Kissingen erneut die deutsche Ausgabe des "Global Girls Games" des Internationalen Eishockey-Verbandes statt. Insgesamt 37 Länder - von Neuseeland über Asien bis nach Europa - sind an diesem Wochenende involviert. An der Saale erwarten die Veranstalter mehr als 50 Teilnehmerinnen. Das offizielle Spiel findet um 12:30 Uhr statt, die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr mit dem Eistraining nur für Mädchen.

Zum Spiel werden voraussichtlich auch der neue Frauen-Bundestrainer Christian Künast, die U18-Bundestrainerin Franziska Busch sowie die Spielleiterin der Frauenbundesliga, Marion Herrmann, anwesend sein und im Anschluss die Siegerehrung durchführen.

Die Veranstaltung wird vom Verein "GirlsEishockey.de" mit Sitz in Hammelburg für den Deutschen Eishockey-Bund ausgerichtet. Als Partner vor Ort leisten die Kissinger Wölfe wertvolle Unterstützung. "Wir helfen auf und neben dem Eis, zum Beispiel bei der Verpflegung. Unsere Gäste kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus der näheren Umgebung", sagt Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin.

Der Initiator von "GirlsEishockey.de", Thomas Christof, lebte mit seiner Familie von 2009 bis 2015 in Boston. Seine Tochter Nina bestritt in dieser Zeit mehr als 250 Spiele in diversen Mädchenteams.

Bei ihrer Rückkehr nach Deutschland wollte die Familie ihre Erfahrungen und vor allem Begeisterung für diesen tollen Sport für Mädchen mitbringen. Schnell schlossen sich einzelne Trainer und weitere Eltern der Initative an, so dass am 5. Dezember 2015 während des 1. GirlsEishockey-Camps in Bad Kissingen der Verein GirlsEishockey.de von 18 Personen ins Leben gerufen wurde.

Ein Ziel von GirlsEishockey.de ist es, unter Einbeziehung aller, denen das Thema am Herzen liegt, zu überlegen, wo wir in Deutschland stehen, wie Eishockey für Mädchen vorangebracht werden kann und die nötigen Schritte zu ergreifen.



Weitere Infos und Anmeldung zu diesem einmaligen Event über GirlsHockey.de

GirlsHockey.de und der EC Bad Kissinger Wölfe e. V. freuen Sich auf Eure Teilnahme zu diesem Event.

Für das leibliche Wohl ist natürlich auch außerhalb der Eisfläche wie immer gesorgt.

 

Die Gladiators werden im Wolfsbau vorgeführt

Nach drei Niederlagen in Folge gelingt den Kissinger Wölfen ein unerwarteter Kantersieg über Erding.

Abgehoben: Die Bodenhaftung verloren haben bei dieser spektakulären Aufnahme Kissingens Semjon Bär (rechts) und sein Kontrahent von den Erding Gladiators.Foto: Hopf

Kissinger Wölfe - Erding Gladiators 7:2 (4:0, 1:1, 2:1).

Endlich! Drei Niederlagen in Serie hatte es zuletzt gesetzt für die Kissinger Wölfe. Und in den bisherigen drei Vergleichen gegen die Oberbayern mussten die Unterfranken stets als Verlierer das Eis verlassen - zuletzt erst am Freitag beim 3:7, als Nemirovsky und Co. mit nur elf Feldspielern mal wieder unter Wert geschlagen wurden. Nach zwei Dritteln hatte es schließlich noch 3:3 gestanden, ehe vier Gegentreffer in zehn Minuten folgten. "Das Niveau in dieser Runde ist relativ hoch. Um zwei Spiele erfolgreich zu bestreiten, muss man defensiv konzentriert stehen. Am Freitag war das in Ordnung, diesmal sind wir gar nicht ins Spiel gekommen", sagte Erdings Coach Topias Dollhofer in der Pressekonferenz, weil es diesmal die Altbayern waren, die in einem Drittel vier Tore schlucken mussten. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Spielertrainer Mikhail Nemirovsky zur Kissinger Führung traf. "Bei freiem Geleit", wie es Dollhofer ausdrückte. Und: "Wenn man unsicher steht, hat Bad Kissingen die Qualität, dies auszunutzen."

Erinnerungen an Füssen-Gala

Vieles erinnerte an die Gala gegen den EV Füssen, als der Altmeister zur Pause sogar mit 0:5 zurücklag. Diesmal begnügten sich die Wölfe, die zumindest wieder auf Verteidiger Simon Eirenschmalz zurückgreifen konnten, mit einem Viererpack: Kaum nach einem Unterzahlspiel wieder komplett, schloss Anton Zimmer einen überragenden Konter mit dem 2:0 ab (8.). Mit einem feinen Schuss erhöhte Anton Seewald (16.), ehe Eugen Nold in Überzahl das 4:0 gelang (19.). "Was wir am Freitag nicht aufs Eis gebracht haben, ist uns diesmal gelungen. Für mich aber unerklärlich, warum wir im zweiten Drittel zurückgesteckt haben", kritisierte Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin den Mittelabschnitt, in dem Christian Masel mit einem schönen Schlenzer trotzdem das 5:0 gelang (34.), ehe die Gäste durch Philipp Spindler kurz vor der zweiten Pausensirene ihr erstes Erfolgserlebnis hatten (40.).

Tatsächlich hätte es vor den 300 Fans noch einmal spannend werden können, weil sich die Saalestädter in zwei Minuten gleich vier Zeitstrafen einhandelten, damit mehrmals in doppelter Unterzahl verteidigen mussten. "Diese Phase war bezeichnend für unseren Auftritt, denn das war sehr ungefährlich von uns", bilanzierte Topias Dollhofer das kopflose Anrennen, das der wieder einmal starke Wölfe-Goalie Benni Dirksen unbeschadet überstand. Schaden nahm lediglich eine Plexiglasscheibe deren Auswechslung eine 15-minütige Pause zur Folge hatte. Eine Ergebniskorrektur gelang den Gästen durch Philipp Michl (57.), davor und danach trug sich erneut Anton Zimmer in die Torschützenliste ein: Erst mit einem Treffer in Überzahl (54.), dann mit einem technisch anspruchsvollen Bauerntricktor (57.) gegen Gladiators-Goalie Jonas Steinmann, das die Fans frenetisch feierten. So ein Tor sieht man wahrlich nicht alle Tage im Wolfsbau. Weiter geht es am Freitag (20 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Oberligist EHC Waldkraiburg , am Sonntag führt die Reise zu den Landsberg Riverkings.

Derweil machten die Mighty Dogs des ERV Schweinfurt einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt mit den Zittersiegen gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm (2:1) und beim EV Pegnitz (3:2). Die Haßfurter gewannen ebenfalls zweimal: am Freitag mit 7:6 nach Verlängerung in Schongau und zwei Tage später mit 9:2 gegen den ESC Kempten. Zwei Siege, die am grünen Tisch wieder ein 0:5 zur Folge haben werden, weil die "Hawks" weiterhin mit ihren vier (statt der vom Verband erlaubten zwei) Kontingentspielern antreten.

Quelle: Infranken.de Jürgen Schmitt

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  • - Auswärts

Saison: 2018/2019

1. Mannschaft Saison 2018/2019

Trainer: Mikhail Nemirovsky (DEU)
Co-Trainer: Michael Rosin (DEU)

(T) # 30 Benny Dirksen (DEU)
(T) # 82 Lars Torben Franz (DEU)

(V) # 19 Simon Eirenschmalz (DEU)
(V) # 79 Marc Hemmerich (DEU)
(V) # 21 Jona Schneider (DEU)
(V) #  3 Kristers Freibergs (LVA)
(V) # 29 Domantas Cypas (LTU)

(S) # 78 Mikhail Nemirovsky (DEU)
(S) # 13 Eugen Nold (DEU)
(S) # 26 Christian Masel (DEU)
(S) # 17 Anton Seewald (DEU)
(S) # 81 Jakub Revaj (DEU)
(S) # 75 Martin Schuler (DEU)
(S) # 91 Semjon Bär (DEU)
(S) # 71 Anton Zimmer (DEU)
(S) # 97 Kevin Marquardt (DEU)
(S) # 93 Adrian Persch (DEU)
(S) # 94 Jörg "Igor" Filobok (DEU)
(S) # 89 Maxim Kryvorutskyy (DEU)
(S) # 8 Roman Nikitin (LVA)

Betreuer:

Nico Achilles
Daniel Wehner
Freddy "das Tier" Schaupp

Heute0
Gestern102
Woche102
Monat1520
Insgesamt329534

Aktuell sind 18 Gäste und keine Mitglieder online

  • Spieltag

Aufstiegrunde Oberliga SÜD 2018/2019

PTeamPtk
1 SC Riessersee 46
2 EV Füssen 36
3 HC Landsberg 35
4 TEV Miesbach 33
5 EHC Klostersee 28
6 EC Kissinger Wölfe 25
7 EHC Königsbrunn 19
8 TSV Erding 18
9 EHC Waldkraiburg 18
10 TSV Peißenberg 12

Bayernliga 2018/19

PTeamPtk
1 EV Füssen 55
2 HC Landsberg 51
3 TSV Erding 51
4 EC Kissinger Wölfe 45
5 TEV Miesbach 44
6 EHC Königsbrunn 44
7 TSV Peißenberg 43
8 EHC Klostersee 43
9 EHF Passau 36
10 ESC Geretsried 33
11 EA Schongau 30
12 ERV Schweinfurt 29
13 ESC Dorfen 28
14 EV Pegnitz 14

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